Waldshu-Tiengen Villiger Gruppe: Heinrich Villiger (87) ist wieder alleiniger Chef

Nach dem Weggang des 2016 eingestellten Generaldirektors Robert Sutter hat der 87-jährige Heinrich Villiger erneut die Leitung des Zigarren-Unternehmens mit Sitz im Kanton Luzern übernommen.

Heinrich Villiger wird wieder alleiniger Chef der Villiger Gruppe. Manager Robert Suter hat die Villiger Gruppe bereits wieder verlassen. Er ist erst 2016, im Rahmen der Nachfolgeregelung für Patron Heinrich Villiger, gekommen.

Die Villiger Gruppe hat 1700 Angestellte und produziert jährlich über 1,5 Milliarden Zigarren und ZigarillosPa. Die deutsche Tochtergesellschaft Villiger Söhne GmbH hat Herstellungsbetriebe in Tiengen und inBünde/Dünne (Westfalen). 120 Personen arbeiten am Standort Pfeffikon im Kanton Luzern. Vor anderthalb Jahren, im Frühling 2016, hatte Zigarrenpatron Heinrich Villiger (damals 86) seine Nachfolge ernsthaft aufgegleist und einen Generaldirektor angestellt. Der Schritt war angesichts seines fortgeschrittenen Alters allgemein begrüßt worden.

Außenstehende hatten allerdings Zweifel, ob es Heinrich Villiger nach 65 Dienstjahren im Familienunternehmen gelingen würde, loszulassen – umso mehr, als dass der neue Generaldirektor zuvor mit der Branche nichts zu tun gehabt hatte. Robert Suter (58) war zuvor Konzernchef der Conzzeta AG, zu der auch die Sportartikelmarke Mammut gehört. Jetzt zeigt sich: Die Skeptiker haben Recht bekommen. Still und leise hat Heinrich Villiger Ende September seinen operativen Chef verabschiedet. "In gegenseitigem Einverständnis", wie er der Aargauer-Zeitung sagte.

Gleichzeitig mit dem Abgang von Generaldirektor Robert Suter aus dem Unternehmen ist Villigers Tochter Corina Villiger wieder in den Verwaltungsrat der Villiger Söhne Holding AG sowie der Villiger Söhne AG eingetreten. Sie war bereits früher während mehrerer Jahre im Verwaltungsrat der Villiger Söhne AG tätig. Hauptberuflich wird sie weiterhin als Ärztin arbeiten.

Auf einen Generaldirektor wird künftig verzichtet. Heinrich Villiger, der nach wie vor Verwaltungsratspräsident ist, sagte, er habe jetzt natürlich schon wieder mehr zu tun, aber es mache ihm nach wie vor großen Spaß. Außerdem habe er drei sehr gute Spartenchefs (Marketing, Finanzen, Technik). Suters initiierte Projekte würden weitergeführt. Alles gehe seinen Gang. Jetzt freue er sich auf seine alljährliche Schnapsbrennwoche zwischen Weihnachten und Neujahr.

Das Unternehmen

Die 1888 gegründete Villiger-Gruppe ist ein Schweizer Familienunternehmen in der vierten Generation, das international im Tabakgeschäft tätig ist. Die Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 1500 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von rund 200 Millionen Euro. Die Schweizer Produktion ist in Pfeffikon/Luzern angesiedelt. Die deutschen Herstellungsbetriebe befinden sich in Tiengen und in Bünde/Westfalen. In der indonesischen Freihandelszone Ngoro werden Tabakdeckblätter für die Produktion in Europa aufbereitet.

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