Im Herbst 2018 wurde zum Gedenken an einen Doppelmord in den 20iger Jahren im Todtmooser Ortsteil Prestenberg, unweit des so genannten „Mörderhauses“, eine Gedenkstätte eingerichtet. Marianne Höldin und Erika Buhr kümmern sich seitdem um deren Pflege und den Erhalt.

Idee von Marianne Höldin

Ausgestattet mit Mähwerkzeug, Gießkanne und Hacke wird der Gedenkstein mit der angebrachten Tafel vor dem Zuwachsen bewahrt. Die angepflanzten, leuchtend roten Rosen, werden von den Beiden liebevoll gehegt und gepflegt. Auch der angrenzende, bepflanzte Brunnentrog wird mit versorgt. Die Idee für diese ganz besondere Gedenkstätte hatte Marianne Höldin. Der Platz wurde von Karl Heinz Steidle zur Verfügung gestellt.

Im Jahr 1920 geschah das grausame Verbrechen, dem die Geschwister Albertine und Johann Simon zum Opfer fielen. Der Doppelmord im kleinen Weiler Prestenberg war in all den Jahren danach in Todtmoos eher ein Tabu-Thema, über das nicht groß gesprochen wurde, erzählt Höldin. Sie wollte die Geschichte wieder in Erinnerung rufen. Deshalb wurde zum 750-jährigen Ortsjubiläum von Todtmoos im Jahr 2018 über diese Tat ein Theaterstück geschrieben. Autorin Erika Buhr hat das Stück „Zeit ohne Stunden“ authentisch in Szene gesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren