Rickenbach (csi) Historische Persönlichkeiten, Ritter und Waldgeister prägen den neuen Hotzenwaldkalender. Die zwölf Erzählungen stammen aus der Feder der Herrischrieder Journalistin Sandhya Hasswani, Markus Olivieri und Kristine Gelderblom haben die Kalenderblätter illusiriert. Am Freitag stellen die Künstler und die Autorin den Kalender vor einem großen Publikum in Rickenbach vor.

Bereits 1999 erschien der erste Hotzenwaldkalender, der ebenfalls von dem Künstlerpaar Olivieri und Gelderbloom, das in Laufenburg eine eigene Galerie betreibt, gestaltet wurde. Ende des vergangenen Jahres kamen Überlegungen für einen Neuauflage des Kalenders auf. Da der Autor der Geschichten des ersten Kalenders, Roland Strittmatter, verstorben war, machte man sich auf die Suche nach einem neuen Autor. Und fand in der Herrischrieder Journalistin Sandhya Hasswani die ideale Partnerin, denn sie recherchiert seit einigen Jahren Geschichten und Sagen aus der Region.

Historische verbürgte Ereignisse, aber auch Sagen und Legenden sind in dem Kalender vereint. Dabei hat die Autorin die historischen Hintergründe genauestens recherchiert und dabei auch neue Erkenntnisse, unter anderem über die Herren der Burg Wieladingen, mit einfließen lassen. Beschrieben wird unter anderem die Gründungslegende der Todtmooser Wallfahrtskirche, die Existenz des Gründers Leutpriester Dietrich von Rickenbach ist historisch verbürgt. Auch die Sagen und Legenden vom Hotzenwald kommen nicht zu kurz, der Leser kann Bekanntschaft mit Waldgeistern wie dem Maisenhard-Joggele oder dem Tannenmännli Hotzi machen.

Die historischen Fakten dienten Sandhya Hasswani als Grundlage für die von ihr mit viel Fantasie, feinem Humor und in ausgefeilter Sprache verfassten Geschichten. Zudem enthält jede Geschichte ein Infobox mit Informationen zu Kultur, Politik und Wirtschaft, die das Leben im südlichen Schwarzwald gestalteten. Es sei ihr wichtig gewesen, die Pionierleistung, die harte Arbeit der vielen Generationen in einem würdigen Licht darzustellen, sagte die Autorin.

Die großformatigen Illustrationen stammen aus der Feder von Markus Olivieri und Kristine Gelderbloom. Kindgerecht und mit viel Liebe zum Detail hat das Künstlerpaar die Erzählungen in Illustrationen umgesetzt.

Unterstützt wurden Künstler und Autorin an diesem Abend vom „Heidewiibli“, gespielt von Margrit Eckert-Schneider, das hurmovoll einige Anekdoten erzählte und zu den Lesungen der einzelnen Geschichten überleitete. Sehr angetan zeigten sich die Versammelten von dem neuen Hotzenwaldkalender und so war es nicht verwunderlich, dass die Exemplare weggingen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Und gerne signierten Autorin und Künstler die Kalender.

Der Hotzenwaldkalender in Din A3 Format ist ab sofort erhältlich in den Tourist-Infos der drei Hotzenwald-Gemeinden, in der Post-Filiale Herrischried sowie in der Tourist-Info Laufenburg und der Buchhandlung am Andelsbach.