Der Müller-Markt in den Beck-Arkaden in Bad Säckingen hat sein zweites Geschoss und damit auch seine Spielzeugabteilung geschlossen. Der Schritt war freiwillig, aber offenbar nicht ganz ohne Druck. Nach den verordneten Ladenschließungen Mitte Dezember war die Stadtverwaltung mit dem Drogeriemarkt in Kontakt.

Denn die Stadt sah hier offenbar Handlungsbedarf und hatte deshalb eine entsprechende Verfügung in Vorbereitung. Diese hätte die Schließung von Sortimentsabteilungen anordnen können, wie Bürgermeister Alexander Guhl gegenüber dem SÜDKURIER erklärte. Laut Guhl sah die Stadt für eine solche Verfügung durchaus rechtlichen Spielraum. Aber dann hat der Müller-Markt zum Ende der vergangenen Woche – freiwillig und ohne Wirksamwerden dieser Verfügung – das obere Stockwerk seines Marktes von sich aus geschlossen. Aktuell bietet das Geschäft im Wesentlichen also nur noch Drogerie- und Parfümerie-Artikel im Erdgeschoss an.

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Zur Vorgeschichte: Schon direkt nach den Ladenschließungen im erneuten Lockdown herrschte Verwirrung darüber, warum ein Müller-Markt seine Spielwarenabteilung öffnen darf, der kleine Spielwarenladen an der Ecke jedoch schließen musste. Das sorgte für Unmut, viele sahen das als ungerecht an. Ein Schlupfloch in der Verordnung machte dies möglich.

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Markus Haag vom Ordnungsamt Bad Säckingen hatte Mitte Dezember unserer Zeitung erklärt, dass der Müller-Markt seine Spielwarenabteilung öffnen dürfe, wenn dessen Umsatz nicht höher sei als der Umsatz der Drogerie-Abteilung. Dies hatte die weitere Öffnung zunächst erlaubt. Allerdings sah die Stadt nun mit ihrer geplanten Verfügung neue rechtliche Grundlagen für eine Beschränkung.