Auf das Füllmaterial kommt es an

Das Befüllmaterial für Kunstrasenplätze wird als Puffer zwischen dem Sand und dem Spieler verwendet, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren. Es gibt verschiedene Befüllungen: Eines aus Gummi, das aus Altreifen hergestellt wird, ein hochwertigeres Kunststoffgranulat, reiner Sand, sowie Kork-Sand-Mischungen.

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EU prüft die Umweltverträglichkeit von Kunstrasen

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) mit Sitz in Helsinki prüft im Auftrag der EU-Kommission, ob die Verwendung von bestimmten Füllmaterialien aus Kunststoff auf Kunstrasenplätzen eingeschränkt oder verboten werden soll. Damit soll die Abgabe von Mikroplastik in die Umwelt reduziert werden. Es wird davon ausgegangen, dass die ECHA in den ersten Monaten 2020 der EU-Kommission das Ergebnis ihrer Untersuchungen sowie einen Entscheidungsvorschlag vorlegt. Die ECHA hat die Befürchtung, dass die Füllmaterialien ausgetragen werden und dadurch über den Boden, das Grundwasser und die Kanalisation in die Nahrungskette gelangen. Es geht dabei nicht um ein generelles Verbot von Kunstrasenspielfeldern, sondern nur für das Füllmaterial mit Mikroplastikbestandteilen. Der DFB forderte eine Übergangsfrist von sechs Jahren, um einen Neu- oder Umbau der Plätze zu realisieren.

Da spritzt das Granulat des Kunstrasens.
Da spritzt das Granulat des Kunstrasens. | Bild: imago sportfotodienst

Das Ende der Förderung

Die Landesregierung Baden-Württemberg wird Kunstrasenspielfelder, die mit Mikroplastik befüllt werden, nicht mehr finanziell fördern. Ausgenommen seien Vereine, die bereits einen Förderbescheid erhalten haben. Sportministerin Susanne Eisenmann fordert auf, Mikroplastik durch umweltschonendere Alternativen zu ersetzen. Die daraus entstehenden Mehrkosten seien förderfähig, so die Sportministerin.