Nach Corona-Fällen an Schulen in Hüfingen und Vöhrenbach, ist jetzt auch die Doppelstadt betroffen. Das Landratsamt hat am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr vier bestätigte Corona-Fälle gemeldet: Zwei an der Bickebergschule und je ein Fall an der Klosterring-Schule und an der Grundschule in Weigheim. In allen Fällen stehen Abstriche der Klassenstufen und der Lehrer an, gefolgt von einer 14-tägigen Quarantäne nach dem letzten Kontakt zu den Kindern. Die Maßnahmen erstrecken sich auf die Klassen und die nicht durch Mund-Nasen-Schutz geschützten Lehrer, so das Landratsamt. Laut Heike Frank, Pressesprecherin des Landratsamtes, sind von der Quarantäne aber nicht Eltern oder Geschwister betroffen. Die Kontaktpersonen wurden dem Gesundheitsamt von Seiten der Schulen gemeldet.

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An der Bickeberg-Schule sind nach Auskunft des stellvertretenden Schulleiter, Martin Schymala, 78 Schüler, sechs Lehrer und vier pädagogische Kräfte betroffen. Die Schule ist am Mittwoch um 16 Uhr vom Gesundheitsamt von den zwei Corona-Fällen informiert worden. „Wir haben dann sofort die Eltern über die Schul-App informiert, die Klassenlehrer haben dann alle Schüler nochmals angerufen“, berichtet Schymala. So sei sichergestellt worden, dass am Donnerstag morgen die Schüler gar nicht mehr in die Schule gekommen sind. „Das lief alles sehr gut“, erklärt der Konrektor. Da nach 16 Uhr keine Schüler mehr an der Schule seien, hätte sich das Schulleitungs-Team ausschließlich darauf fokussieren können, alle zu informieren und die notwendigen Dinge zu organisieren.

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Betroffen ist je ein Schüler aus der ersten Klasse und aus der sechsten Klasse. „Da die Erstklässler keinen Mund-Nasen-Schutz auf dem Pausenhof tragen müssen, haben wir nach Absprache mit dem Gesundheitsamt beide erste Klassen in Quarantäne geschickt.“ Die Sechstklässler dagegen müssen auch auf dem Pausenhof eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, so erstreckt sich die Quarantäne hier auf die direkt betroffene Klasse. Wie Martin Schymala berichtet, habe die Schule klare Anweisungen seitens des Gesundheitsamtes bekommen, was zu tun ist. „Die Zusammenarbeit funktioniert gut.“

Obwohl jetzt sechs Lehrer fehlen, sei es möglich, den normalen Unterricht durchzuführen. „Das wird zwar alles eng, aber wir bekommen das hin“, ist Martin Schymala optimistisch. Seiner Meinung nach habe sich der Mund-Nasen-Schutz für ältere Schüler bewährt. Es sei zwar bedauerlich, dass die Schule jetzt von Corona-Fällen betroffen sei, aber: „So haben wir die Möglichkeit, jetzt zu sehen, wie die Notfallpläne greifen und wir sind auch alle gelassener.“ Für die Schüler, die jetzt zuhause bleiben müssen, geht es mit Online-Unterricht weiter. „Auch hier haben wir viel gelernt seit dem Lockdown und sind gut auf die Situation vorbereitet.“ Wichtig ist es für Martin Schymala, den Kontakt mit den betroffenen Lehrern zu halten: „Eine Kollegin war schon einkaufen für eine andere Kollegin, die jetzt in Quarantäne ist“, berichtet er von dem Zusammenhalt an der Schule. Insgesamt besuchen rund 600 Schüler die Bickebergschule.

Von den anderen betroffenen Schulen war am Donnerstagnachmittag niemand mehr für eine Stellungnahme erreichbar.

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