„Die bundesweiten Corona-Fallzahlen und im Speziellen die Zahlen bei uns im Schwarzwald-Baar-Kreis sind sehr alarmierend“, schreibt die Stadt in einem Brief an alle Eltern. „Unsere 7-Tages-Inzidenz liegt heute bei 928“, teilt die Stadt am Freitag mit. Das Klinikum müsse Patienten in umliegende Kliniken verlegen, um weitere Covid-19 Patienten aufnehmen zu können. Bei den Kindern bis vier Jahre liegt die Inzidenz, Stand Freitag, bei 308, bei den Fünf- bis 14-Jährigen bei 1942 (Quelle: Robert-Koch-Institut).

Mehr Fälle in den Kitas

Auch in den städtischen Kindertagesstätten in Villingen-Schwenningen sei ein deutlicher Anstieg positiver Fälle zu vermerken. Nicht nur das pädagogische Fachpersonal, auch viele Eltern und deren Kinder würden sich zunehmend infizieren. Immer häufiger muss eine einmalige Testpflicht aufgrund eines Corona-Falles in Kitas veranlasst werden. „Deshalb ist es aus unserer Sicht zwingend geboten, dass wir uns an die Gegebenheiten anpassen.“

Regelung gilt bis 7. Januar

Das heißt konkret: Ab Mittwoch, 8. Dezember, muss vor dem Zugang in die Einrichtung ein negativer Test vorgelegt werden. Getestet werden muss immer montags, mittwochs und freitags.

„Wir müssen dringend etwas dafür tun, um die Fallzahlen in unseren Kitas zu minimieren.“
Die Stadt in ihrem Brief an alle Eltern

Dies gilt für alle Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr. Bis zur Vorlage des Nachweises kann ein Zugang nicht erfolgen. Diese Regelung gilt vorerst bis Freitag, 7. Januar. Der erste Testtag ist Mittwoch, 8. Dezember.
Für Kinder unter drei Jahren möchten wir das freiwillige Testangebot erhalten. Hier sind zwei Tests pro Woche vorgesehen.

Nachweis mit Unterschrift

Als Nachweis eines negativen Testergebnisses müssen Eltern eine „Bescheinigung über die Durchführung der Selbsttestung im häuslichen Bereich“ ausfüllen und diese an den jeweiligen Testtagen mit in die Kita bringen.

Alternativ können Kinder auch in einem offiziellen Testzentrum testen lassen, als Nach-weis dient dann die Vorlage einer aktuellen Bescheinigung der Teststelle über das Testergebnis. Die Bescheinigungen der Testergebnisse werden von der Kita eingesammelt und für die Zeit von vier Wochen aufbewahrt und im Anschluss vernichtet.

In den Kitas werden wieder Selbsttests für zu Hause ausgegeben.
In den Kitas werden wieder Selbsttests für zu Hause ausgegeben. | Bild: Nathalie Göbel

Getestet wird – wie schon im Sommer – mit nasalen Schnelltests, sogenannten PoC-Antigen-Schnelltests. „Gerade unsere Kinder sind der Situation nahezu schutzlos ausgeliefert und können sich bisher nicht mit einer Impfung gegen das Virus schützen“, heißt es in dem Brief an die Eltern und weiter: „Auch unsere pädagogischen Fachkräfte, die nun seit mehr als eineinhalb Jahren permanent an und sehr oft über ihrer Belastungsgrenze arbeiten, sind täglich einer hohen Virenlast ausgesetzt. Wir müssen dringend etwas dafür tun, um die Fallzahlen in unseren Kitas zu minimieren.“