Seit vor einer Woche bekannt wurde, dass Marina Kloiber-Jung mit einer Bewerbung um das Amt des Oberbürgermeisters liebäugele, haben sich die Nachfragen bei der 35-jährigen Leiterin der Technischen Dienste der Stadt gehäuft. Eine offizielle Stellungnahme war von ihr bislang nicht zu bekommen. "Ich habe mich bewusst zurückgehalten", erklärt sie nun auf Nachfrage des SÜDKURIER. "Es ist noch zu früh, um konkrete Angaben zu machen."

Mit Ideen, Vorschlägen und Schwerpunktthemen will sie erst nach ihrer Bewerbung an die Öffentlichkeit gehen. "Jetzt ist der Zeitpunkt noch zu früh", sagt sie. Ein eindeutiges "Ja", auf die Frage, ob sie sich denn sicher bewerben werde, formuliert sie nicht. Sie sagt nur: "Mit einer Bewerbung wird sicherlich zu rechnen sein." Die Bewerbungsfrist beginnt am 7. Juli und endet am 10. September.

Kloiber-Jung ist CDU-Mitglied, ebenso wie Jürgen Roth, der seine Kandidatur bereits bekannt gemacht hat. Kloiber-Jung will es ein wenig anders machen. Anders, als die beiden männlichen Kandidaten. Jürgen Roth, der Bürgermeister von Tuningen, hatte Anfang dieser Woche in einem Pressegespräch erste Inhalte seines Wahlkampfes erklärt, ebenso der Fitnessstudio-Inhaber und FC-08-Geschäftsführer Geatano Cristilli (parteilos).

Spekuliert wird derzeit auch noch über eine mögliche Kandidatur von Jörg Röber, dem persönlichen Referenten von Oberbürgermeister Kubon. Kloiber-Jung hat sich dazu entschieden, erst mal abzuwarten. Sie wolle sich nicht nervös machen lassen, von dem, was bereits jetzt in die Öffentlichkeit getragen wurde. Sie wolle abwarten und sich dann in einem stimmigen Gesamtbild präsentieren. Ohne Eile und ohne Hektik. Wenn Kloiber-Jung ihren Hut offiziell ins Rennen geworfen hat, wird sie die erste Frau sein, die sich in der Doppelstadt um den Posten des Oberbürgermeisters bewirbt.