Sie macht ihrem Namen durchaus Ehre die lange Schwenninger Kulturnacht, die am 6. Juli zum 14. Mal stattfindet. Nicht nur, dass es jede Menge Kultur zum Mitmachen und genießen gibt, diese Kulturnacht kann auch richtig lange dauern. Denn zum einen wird die Sperrstunde bis um drei Uhr verlängert und für die Indoor-Veranstaltungen bestimmt sogar jeweils der letzte Gast und natürlich der Wirt wann „Schicht im Schacht“ ist. „Das kann schon mal bis ins Morgengrauen gehen“, sagt Sandra Bummel, die in diesem Jahr wieder für die Organisation verantwortlich ist.

Ein Fest für alle Bürger

Als ein Fest von Bürgern für alle Bürger präsentiert sich die lange Schwenninger Kulturnacht in diesem Jahr ausnehmend tänzerisch. Auf dem Muslenplatz und Drumherum zeigen zahllose kleine und große Showgruppen was es heißt in Bewegung zu sein. So zeigen beim Auftritt der Showcompany Powerfrauen jeden Alters was sie unter Gleichberechtigung verstehen, „Form gerät in Bewegung“ heißt es, wenn Schülerinnen und Schüler der St. Ursula Schulen und des Hoptbühl Gymnasium an 100 Jahre Bauhaus erinnern und das Bayrische Junior Ballett aus München, das ab 21:15 Uhr auftritt, ist am Muslenplatz als absoluter Höhepunkt gesetzt. Aber noch mehr passiert am Muslenplatz. Oberbürgermeister Jürgen Roth eröffnet das kleine Festival nach dem Läuten der Glocken der Stadtkirche um 18:10 Uhr und um Mitternacht sorgt ein musikalisches Feuerwerk für einen weiteren Höhepunkt der 14. Schwenninger Kulturnacht.

Es darf getanzt werden

Dazwischen heißt es immer wieder „es darf getanzt werden“. Auf dem kleinen Muslenplatz findet tänzerisch der Austausch der Kulturen statt. Mehr als 20 Gruppen führen tänzerisch nicht nur durch Europa. Tanzgruppen aus Kroatien, aus Serbien, die Landmannschaften der Deutschen in Russland oder auch die Tamilische Vereinigung zeigen Tänze und laden ein zu Bewegung. Insgesamt sind es mehr als 25 Gruppen die hier abwechselnd in Bewegung sind.

Bunt wie der Flyer

So bunt wie der riesengroße Flyer, auf dem alle Stationen dieser Nacht aufgelistet und erklärt sind, so präsentiert sich auch das Programm in und um den teilnehmenden Gaststätten, Cafés und Bars. Irish Folk ist ebenso vertreten wie Guggenmusik oder der Flying Folk-Circus. Eine Sambashow sorgt für ein ganz besonderes Sommerfeeling und La dolce Vita heißt es vor der italienischen Gelateria.

200 Jahre Johannes Bürk

Ein interessantes Rahmenprogramm bietet das Uhrenmuseum. Dort finden diverse Veranstaltungen zum 200. Geburtstag von Johannes Bürk, dem Begründer der Uhrenindustrie statt. Historische Sonderzüge, Führungen durch das Schwenninger Stellwerk und die Enthüllung einer Gedenktafel erinnern an den Schwenninger Bürger.

Bequem mit dem Shuttlebus

Das Auto sollte man an diesem Abend zuhause lassen, deshalb sorgt ein System von Shuttlebussen dafür, dass man auch aus den Außenbezirken der Doppelstadt nach Schwenningen hin und wieder zurückkommt. Anfangs verkehrt der Kulturnacht-Shuttle alle 15 Minuten und später bis um 4 Uhr in der Nacht halbstündlich. Die Kulturnachtbändel, die auch als Eintrittskarte gelten, sind gleichzeitig Fahrscheine für diesen Service. Viele weitere Informationen und das komplette Programm findet man in dem umfangreichen Flyer, der ab sofort ausliegt. Der Vorverkauf für die Eintrittsbändel ist angelaufen. Zehn Euro zahlen Erwachsene, Schüler, Studenten und Behinderte erhalten einen 50 %-igen Nachlass und Kinder unter 13 Jahren dürfen die Veranstaltungen kostenlos besuchen.

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