Maximilian Burkard (27) kennt das Schlössle noch, als er Abiturient des Gymnasiums am Romäusring war. In der Villinger Kultkneipe war er als Schüler öfters zu Gast, befreundete sich mit Manu und Toni Toth, die das Schlössle rund ein Jahrzehnt bewirteten. Er machte schon immer die Atmosphäre dieser einzigartigen, nur über einige Treppen erreichbaren Gastronomie. Jetzt wird Burkard, nach dem Tod von Toni Toth, die Kneipe wiedereröffnen. Ab Donnerstag, 12. September, geht es los, fünf Tage die Woche.

Das Teil des Teams bleibt

Das Ambiente der Kultkneipe soll erhalten bleiben, so wie es die Gäste aus Toths Zeiten kennen. Das heißt, sie können Dart oder Kicker spielen oder sich einfach bei einem Bier unterhalten. „Es wird sich wenig ändern“, erläutert Maximilian Burkard. Geöffnet wird die Wirtschaft ab 18 Uhr, neben Montag als Ruhetag, wenn nicht das Kneipenquiz stattfindet, sollen noch Dienstag oder Sonntag folgen. Momentan tendiert er dazu, das Schlössle am Sonntag zu bewirten, dann wäre künftig Dienstag zu. Erstmals seit einigen Monaten hat es am 9. September geöffnet. Dann veranstaltet Burkard ein erstes Kneipen-Quiz. Gäste werden an diesem Abend nur nach Anmeldung, zum Beispiel über die Facebook-Seite des Schlössle, eingelassen.

Erfahrungen in der Gastronomie

Ein Teil des Teams aus Toni Toths Zeiten wird weitermachen, auch Manu und Benny Toth wollen Burkard anfangs zur Seite stehen. Der 27-Jährige sieht optimistisch in die Zukunft, hat er doch schon erste Gastronomie-Erfahrungen hinter sich. Nach dem Abitur studierte er in Zürich Betriebswirtschaft, bevor es ihn in die Doppelstadt zurückzog. Dort führte er in Schwenningen erfolgreich die Shisha-Bar Empire. Nun wagt er sich an das über 160 Quadratmeter große Schlössle. Den legendären Wurstsalat wird es weiterhin geben ebenso die Kartoffelspalten. Maximilian Burkard liebäugelt auch mit der Anstellung eines Kochs.

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Eine Kneipe für alle Generationen will er anbieten. Möglicherweise sollen bald auch wieder Live-Bands spielen. Dart-Mannschaften könnten aufgebaut werden. Burkard spielte selbst einige Jahre beim SERC in der Jugend, kann sich daher auch vorstellen, künftig öfters frei verfügbare Sportveranstaltungen zu übertragen, Eishockey zum Beispiel oder American Football.

Aufgewachsen in Dauchingen

Burkard ist in Dauchingen aufgewachsen, sein Vater ist Unternehmer. Er selbst bezeichnet sich als „Zahlenmensch“, der auch die Betriebskosten im Auge behält. Das Schlössle, das er zunächst bis 2026 betreiben will, hat es ihm wegen seiner Urwüchsigkeit angetan. So sollten Kneipen sein, findet er, moderner Schnick-Schnack würde doch gar nicht zwischen die alten Balken passen. Daher lautet seine Philosophie: „Das Schlössle ist das Schlössle – so wie es ist, soll es bleiben.“


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