Aktuell überprüft das Bürgeramt, wie viele der Genehmigungen, die zum Parken unter anderem in den Fußgängerzonen berechtigen, künftig ausgegeben werden. Daher hat es alle Ausweise bis auf den 30. Juni befristet. Das sorgt bei Irritationen unter anderem bei den Pflegediensten. Doch die werden auch danach noch in die Fußgängerzonen fahren dürfen, versicherte Oberbürgermeister Jürgen Roth im Gemeinderat. Das sei selbstverständlich.

Allerdings werde in den Fußgängerzonen zu viel geparkt, betonte Roth, der eine Anfrage der CDU-Gemeinderätin Maria Noce beantwortete. Das Parken und Einfahren in den Villinger und Schwenninger Fußgängerzonen ist ein Ärgernis, das die Stadtverwaltung nun schon seit geraumer Zeit beschäftigt. Zu bestimmten Zeiten darf nur der Lieferverkehr in diese City-Bereiche hineinfahren, darüber hinaus stellt die Stadt, zum Beispiel für Handwerker, aber auch Pflegedienste Ausnahmegenehmigungen aus. Die berechtigen unter anderem dazu, das Fahrzeug, wenn es für den Einsatz benötigt wird, in den Fußgängerzonen abzustellen.

Immer wieder wird Kritik laut, dass zu viele diese Genehmigungen im Umlauf seien. Komme das Bürgeramt zu dem Ergebnis, dass eine Berechtigung nicht mehr besteht, laufe die zum 30. Juni aus. Danach dürfen die Fahrer nicht mehr in die Fußgängerzone. Für alle Anderen werde die Genehmigung verlängert, referierte Roth.

Sehr kontrovers wurde das Thema vor etwa 1,5 Jahren in Villingen diskutiert, als sich die Situation bei der Sanierung des TK-Maxx-Gebäudes zuspitzte, weil es kaum noch ein Durchkommen wegen der vielen parkenden Handwerkerfahrzeuge gab. Hier kam es dann nach einigen Gesprächen zu einer Lösung. Danach stellte sich allerdings heraus, dass nicht nur manche Handwerker das Problem waren, sondern die vielen privaten Autofahrer, die schnell etwas aus- oder aufladen mussten und sich nicht an die Regeln halten.

Seitdem versucht die Stadtverwaltung, diese Verstöße einzudämmen, was sich als nicht ganz einfach herausstellt. Vor allem die Stadtsheriffs müssen Fingerspitzengefühl zeigen, weil inzwischen auch Lieferanten außerhalb der 11 Uhr-Regelung unterwegs sind. Elektronische Poller, die aber einer bestimmten Zeit automatisch hochfahren und in anderen Städten eingesetzt werden, lehnten Verwaltung und Gemeinderat bisher ab.

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