SY, SB, MR oder GAP: Die Autokennzeichen verraten es. Momentan verbringen viele Feriengäste ihren Urlaub in St. Georgen.

Wir wollten einmal wissen, was die Bergstadt als Feriendestination so beliebt macht. Und wie man etwa im hohen Norden auf St.Georgen aufmerksam wird?

SB: Die Familie aus Saarbrücken – „Zu Gast bei Freunden“

Familie Bettinger aus Saarbrücken hat in den vergangenen acht Jahren „sicherlich schon 17 Mal Urlaub in St. Georgen gemacht“, wie Papa Sascha grob überschlägt. Früher reiste die Familie aus dem Saarland mehrmals im Jahr nach St Georgen.

Kommen seit vielen Jahren auf den Leihwieserhof und fühlen sich bei ihren Gastgeberinnen Sandra (links) und Ursula Jäckle (Mitte) sehr ...
Kommen seit vielen Jahren auf den Leihwieserhof und fühlen sich bei ihren Gastgeberinnen Sandra (links) und Ursula Jäckle (Mitte) sehr wohl. Die Feriengäste Sascha Bettinger, Birgit und Harald Bettinger, Angelika Jähn mit den Enkeln Liam und Tanja. | Bild: Sprich, Roland

Seit die Kinder schulpflichtig sind, sind sie an Ferienzeiten gebunden. Auf St. Georgen sind sie damals eher zufällig gekommen. „Als ich klein war, hat unsere Familie immer Urlaub im Gutachtal gemacht“, erinnert sich Sascha Bettinger. Mit seinen eigenen Kindern wollte er an diese Tradition anknüpfen.

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Auf der Suche nach einem geeigneten Domizil seien sie auf den Leihwieserhof gestoßen. Seitdem ist St. Georgen der Urlaubswunschort. „Wir sind hier wirklich zu Gast bei Freunden.“

Zwischen Ruhe und der Nähe zu den Restaurants

Und was genau macht die Bergstadt als Urlaubsort aus? „In St. Georgen hat man Ruhe“, sagen Birgit und Harald Bettinger, die mit ihrem Sohn, Schwiegertochter und Enkeln mit in den Schwarzwald gereist sind. Sie genießen es, dass man zwar Urlaub auf einem Bauernhof macht, „aber dennoch kurze Wege in die Stadt zum Einkaufen hat.“

Im Saarland seien die Bauernhöfe weit außerhalb der Städte angesiedelt. Auch die Auswahl an Restaurants und die Nähe zum Bahnhof gefällt den Saarländern. An schönen Tagen genießt die ganze Familie auch gerne mal einen Ausflug an den Klosterweiher.

MR: Angelika Jähn aus Marburg – liebt die Eiscafés und den Klosterweiher

Die familienfreundliche Auszeichnung des Leihwieserhof war ausschlaggebend dafür, dass Angelika Jähn aus Marburg mit ihren Enkeln Liam und Tanja in St. Georgen auf dem Leihwieserhof gelandet ist. Erstmals vor sechs Jahren.

Auch wegen solcher Landschaftsidylle kommen viele Feriengäste gerne nach St. Georgen. Das Luftbild von 2018 zeigt den Blick auf Brigach.
Auch wegen solcher Landschaftsidylle kommen viele Feriengäste gerne nach St. Georgen. Das Luftbild von 2018 zeigt den Blick auf Brigach. | Bild: Sprich, Roland

Was ihr gefällt? „Man ist hier auf am Stadtrand, aber dennoch schnell auch im Ort.“ In der Stadt gefällt den Feriengästen besonders „das Spielzimmer im Rathaus. Und die Eiscafés und der Klosterweiher.“

LB: Christoph und Kerstin Dörr aus Ludwigsburg – können entspannen, wenn die Kinder bei den Tieren sind

Ihre Ferienpremiere in St. Georgen, genauer in Oberkirnach, feiern auf dem Ferienhof bei Gerda Kiewel dieser Tage gleich mehrere Familien.

Urlaub mit vielen Tieren: Von links Kerstin und Christoph Dörr mit Tochter Katharina (auf Pferd Charly), Helfer Marcel Jokolat, Gabriele ...
Urlaub mit vielen Tieren: Von links Kerstin und Christoph Dörr mit Tochter Katharina (auf Pferd Charly), Helfer Marcel Jokolat, Gabriele Heckelmann mit ihren Enkeln Greta und Klara auf dem Rücken von „Marie Lu“, Helferin Denise Jokolat mit Sohn Kenan, Dominik Schwarze mit Charlotte auf „Beauty“, Gastgeberin Gerda Kiewel, Adriane Schwarze mit Tochter Emiliy, die auf dem Rücken von „Tobi“ sitzt. | Bild: Sprich, Roland

Christoph und Kerstin Dörr aus Ludwigsburg haben sich den Hof vor allem wegen der vielen Tiere ausgesucht. „Für unsere Tochter Katharina ist das der perfekte Ort. Sie ist den ganzen Tag bei den Tieren. Und wir haben Ruhe und Entspannung pur.“

SY: Die Familie aus dem Norden

Mit 700 Kilometern eine ziemlich lange Anreise hatten Adriane und Dominik Schwarze, die mit ihren Kindern Emiliy und Charlotte aus Syke (bei Bremen) angereist sind.

„Preise in Bayern um ein Vielfaches höher“

„Wir haben im Internet gesucht und dieser Hof hat uns zugesagt“, sagt Dominik Schwarze. Und gibt zu: „Eigentlich haben wir etwas in Bayern gesucht, aber dort sind die Preise um ein Vielfaches höher als im Schwarzwald.“

Ihre Destination in Oberkirnach nutzt die Familie für Ausflüge in die Region. „Wir wollen nach Konstanz, nach Freiburg und nach Villingen-Schwenningen“, verraten sie die Pläne für ihren zweiwöchigen Aufenthalt.