Sie reisen gerne, haben eine Sammelleidenschaft oder sind im Besitz zahlreicher Fahrzeug-, Flug- und Bootsführerscheine: Wenn die Firma Schmidt Technology ihre Mitarbeiter für langjährige Betriebszugehörigkeit ehrt, kommen neben dem beruflichen Werdegang auch viele Details aus dem Privatleben der Beschäftigten ans Tageslicht. Jetzt wurden 16 Mitarbeiter in feierlichem Rahmen für 40-, 25- und zehnjährige Betriebszugehörigkeit geehrt.

  • Generationswechsel vollzogen: Erstmals wurde die Jubilarfeier von den Geschäftsführern Stephan und Oliver Schmidt geleitet, nachdem sich der bisherige Unternehmenssprecher Rolf Schmidt bereits Ende vergangenen Jahres aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hat.
  • Einblick in Unternehmensentwicklung: Stephan Schmidt gab einen Überblick über die Unternehmensentwicklung. So wurden in den drei Geschäftsbereichen Maschinen, Sensorik und Schreibgerätetechnik neue Produkte eingeführt und Prototypen realisiert. Das Vorjahresergebnis kann dennoch nicht ganz gehalten werden. „Insgesamt schließen wir über alle Geschäftsbereiche in Summe leicht unter Vorjahr ab“, sagte Schmidt, ohne genaue Zahlen zu nennen.
  • Ausblick gestaltet sich schwierig: Die politischen Entwicklungen lassen eine zuverlässige Prognose für das kommende Geschäftsjahr nicht zu, wie Stephan Schmidt sagte. „Es wird viel von den weltweiten politischen Ausrichtungen abhängen, insbesondere aber auch von der deutschen Bundespolitik.“ Er kritisierte deutlich die zunehmende Abwendung der Großen Koalition von der der sozialen Marktwirtschaft und die Abkehr vom Leistungsprinzip hin zur Politik der Umverteilung. Gleichwohl wolle man sich bei Schmidt Technology nicht entmutigen lassen, „sondern werden uns auch in Zukunft mit Innovationen, Markt- und Sortimentserweiterungen kundenorientierte Produkte generieren und somit zukünftiges Wachstum zur Sicherung des Standortes in St. Georgen und der Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter sicherstellen“.
  • Fachwissen hoch geschätzt: Bürgermeister Michael Rieger bezeichnete Schmidt Technology als „enorm wichtiges Unternehmen für St. Georgen, das für Qualität bürgt und weltweit einen sehr guten Ruf hat“. Dass die Unternehmensnachfolge geklärt ist, beruhige ihn als Bürgermeister. Familiengeführte Unternehmen würden auch in Krisenzeiten die Wirtschaft am Laufen halten. Der Unternehmenserfolg basiere auf einer weitsichtigen Führung, „aber auch auf den treuen Mitarbeitern und deren Fachwissen“. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel sei es wichtig, die Mitarbeiter zu halten.
  • Mehr Maß und Mittel walten lassen: Landrat Sven Hinterseh wolle als Berufsoptimist die Situation nicht allzu schwarz sehen. Dennoch zeigt auch er sich nicht ganz zufrieden mit dem, was derzeit aus Berlin kommt. „Ich habe die Sorge, dass bei vielen Bürgern das Verständnis für das Prinzip der Volkswirtschaft – erst erwirtschaften, dann verteilen – , verloren gegangen ist.“ Er wünsche sich, dass wieder „mehr Maß und Mittel walten gelassen wird“. Er sprach auch Investitionen des Landkreises in den Ausbau der Infrastruktur wie in Digitalisierung und öffentlicher Nahverkehr an.
  • Lange Zugehörigkeit spricht fürs Unternehmen: Marcel Trogisch von der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg ehrte die Mitarbeiter für 25 und 40 Jahre Betriebszugehörigkeit. „Sie haben Schmidt Technology zu einem international erfolgreich agierenden Unternehmen gemacht.“ Johann Höltl sprach den Dank des Betriebsrats aus. Willi Hils dankte im Namen der Jubilare.
  • Die Jubilare: Folgende Mitarbeiter wurden geehrt: 40 Jahre: Johann Höltl, Helmut Ferst, Willi Hils, Elke Pfaff, Dietmar Feiler, Olaf Struß. 25 Jahre: Agnes Fleig, Monika Weißer, Uwe Zuckschwert, Dieter Kratt, Cristofaro Cataldo, Lilli Jaufmann, Ludmilla Luft, Susanne Müller. Zehn Jahre: Peter Schneider, Alain Schott (SAS Frankreich), Sascha Uhlmann.