Das war diesmal ein ganz anderer Taubenmarkt: Sehr ruhig und diszipliniert verhielten sich am Sonntag die Besucher auf dem Sinkinger Taubenmarkt. Sie hatten die wegen des Coronavirus vorgegebenen Regeln und Verhaltensweisen stets im Blick. Doch auf ihren Besuch auf dem liebgewonnenen Markt wollten sie dennoch nicht verzichten – hat sich dieser für viele Menschen aus der Gesamtgemeinde und umliegenden Orten doch längst zu einem Ort entwickelt, wo sie eine Vielzahl von regionalen Produkten kaufen können.

Sabine und Stefan Doll haben wie so oft die halbe Nacht durchgearbeitet und gebacken, um am Sonntagmorgen auf dem Taubenmarkt frische Backwaren anbieten zu können. Sie freuen sich über die vielen Dankesworte der Kunden.
Sabine und Stefan Doll haben wie so oft die halbe Nacht durchgearbeitet und gebacken, um am Sonntagmorgen auf dem Taubenmarkt frische Backwaren anbieten zu können. Sie freuen sich über die vielen Dankesworte der Kunden.

Nutzen sonst viele der Marktbesucher ihren Einkauf auf dem Markt, um auch noch ein kleines Schwätzchen zu halten oder ins mitten auf dem Marktgelände gelegenen Gasthaus „Kreuz“ einzukehren, so war dies am Sonntag ganz anders. Das Gasthaus „Kreuz“ war aufgrund der geltenden Corona-Verordnungen geschlossen. An den Eingängen zum Marktgelände wurden die Besucher mit Blick auf die Coronakrise schriftlich darum gebeten, angesichts der aktuellen Lage lediglich ihren Einkauf an Lebensmitteln und Tierbedarfsmitteln zu tätigen, den Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten und dann das Marktgelände möglichst wieder zu verlassen.

An allen Ständen ist zusätzlich dieses Plakat angebracht.
An allen Ständen ist zusätzlich dieses Plakat angebracht.

Der Vorsitzende des Vereins Sinkinger Taubenmarkt, Claus Zoch, und Marktleiter Karl Buksmann waren stolz auf die Besucher und auch auf die Marktbestücker, die sich allesamt sehr umsichtig zeigten. Zusammen mit Fischbachs Ortsvorsteher Peter Engesser, der ebenfalls vor Ort war, konnten Zoch und Buksmann bei ihren Rundgängen feststellen, wie dankbar die Kunden waren, dass auf dem Taubenmarkt wie gewohnt regionale Lebensmittel wie Nudeln, Kartoffeln, Honig, Eier, Backwaren, Salat, Gurken, Karotten und auch Wurst von tags zuvor im Fischbacher Schlachthaus geschlachteten Schweinen angeboten wurden.

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Nicht nur Sabine Doll und ihr Mann Stefan Doll, die frische Backwaren anboten, sondern auch die anderen Marktleute freuten sich besonders über die vielen Worte des Dankes, die man von den Kunden zu hören bekam. „Ich bin so froh und dankbar, dass ihr heute trotz der Coronakrise hier seid“, war ein Satz, den die Marktbeschicker immer wieder zu hören bekamen. Die Frage, ob sie auch am nächsten Sonntag hier sein werden, beantworteten die Lebensmittel- und Tierbedarfsanbieter mit einem klaren „Ja“. Denn selbst wenn doch noch eine Ausgangssperre erlassen werden sollte, hoffen sie, dass der Markt dennoch weiter stattfinden darf.

Andrea Winter bezeichnet den Taubenmarkt als Glücksfall für die Region und die sonntäglichen Kunden.
Andrea Winter bezeichnet den Taubenmarkt als Glücksfall für die Region und die sonntäglichen Kunden.

Der Lebensmitteleinkauf wird in jedem Fall weiter erlaubt sein. Und dazu biete der Taubenmarkt wegen des weiträumigen Areals gerade mit Blick auf „Corona„ geradezu ideale Bedingungen, wie beispielsweise die Fischbacherin Angelika Müller während ihres Einkaufs auf dem Taubenmarkt bemerkte. „Hier im Freien kann man den Mindestabstand sehr viel besser einhalten“, freute sich Müller, dass es den Sinkinger Taubenmarkt gibt. Auch Andrea Winter, eine weitere Besucherin des Marktes, war der gleichen Ansicht. „Ich bin froh, dass ich heute hier einkaufen und diesen Einkauf sogar zu Fuß erledigen kann“, so Winter.

Franz Huber verkauft Nudeln, Eier und vieles mehr. Auch in der Corona-Krise ist er beim Taubenmarkt.
Franz Huber verkauft Nudeln, Eier und vieles mehr. Auch in der Corona-Krise ist er beim Taubenmarkt.

Seitens des Vereins wies Claus Zoch darauf hin, dass der Vereine die Anbieter der regionalen Lebensmittelprodukte auch weiterhin dazu animieren werde, ihre Stände offen zu halten, um so wie von der Politik gewünscht und auch notwendig, einen kleinen Beitrag zu leisten, dass die Menschen auch weiterhin Grundnahrungsmittel auf dem Markt erhalten können.

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