Seit geraumer Zeit steht das im Gemeindebesitz befindliche Schlenkerhaus in der Kirchstraße leer. Es gehört zum Innenring des Städtles zwischen dem Ärztehaus und dem Kebap & Pizza House. Das in Chroniken erstmals 1739 erwähnte Haus war kürzlich Thema im Gemeinderat: Soll und darf es abgerissen werden um einem Neubau zu weichen? Oder lässt es sich sanieren?

Die ersten Informationen über das Schlenkerhaus stammen laut Ortschronik des Heimatforschers Emil Ketterer aus dem Jahr 1739. Um 1802 war im Schlenkerhaus ein Ölfeuerwerk untergebracht. Später wohnten hier der Schultheiß Andreas Eggert, der Schlossermeister Karl Geisinger, der Sattlermeister Demeter Geisinger und der Schmid Hermann Brunner, bevor es in den Besitz des Landwirtes Fritz Schlenker überging.

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Nun ist dieses Gebäude das einzige noch nicht sanierte in dem Bereich. Erst jüngst gab es im Gemeinderat größere Diskussionen. Derzeit müssen Landratsamt, Denkmalschutz und Gemeinde sich die Frage stellen: Ist die bauhistorische Substanz noch erhaltungsfähig oder so geschädigt, dass sie nicht mehr reparabel ist?

Das Landesdenkmalamt fordert entsprechende Untersuchungen. Stadtbaumeister Udo Brugger hatte informiert, dass es zwar eine alte Dachkonstruktion gebe und ein neueres Dach über dieses durch Insektenbefall beschädigte Konstruktion gebaut sei.

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Die Baugenossenschaft liebäugelt schon seit ein paar Jahren mit dem Erwerb des Schlenkerhauses. Allerdings müsste dieses dann abgebrochen und es müsste neu gebaut werden. Werner Adrion, Vorsitzender der Baugenossenschaft, könnte sich vorstellen, hier barrierefreie Innenstadtwohnungen einzurichten, was dem demografischen Wandel entgegenwirken und bezahlbaren Wohnraum schaffen könnte.

Auch die Variante, im Untergeschoss öffentliche Toiletten zu bauen und im Obergeschoss einen Durchbruch in die Arztpraxis vorzunehmen gilt als zukunftsorientierte Möglichkeit.