Rund ein Dreivierteljahr hat es gedauert, jetzt geht in Immendingen ein neues Erlebnis-Angebot an den Start, das in jüngster Zeit mehr und mehr zum Trend geworden ist: An diesem Wochenende können erstmals die Live-Escape-Game-Räume im "Refugium" an der Schwarzwaldstraße offiziell genutzt oder Brett- und so genannte "Table Top" Spiele im großen Aufenthaltsraum getestet werden. Wo einst ein Möbelhaus seine Ausstellung zeigte, schließen sich jetzt hinter Gruppen von zwei bis sechs Personen die Türen der künftig fünf Live-Escape-Game-Räume, aus denen es mit viel Geschick und Kombinationsgabe in einer vorgegebenen Zeit zu entkommen gilt. Angeboten werden die neuartigen Spiele vom Betreiber-Ehepaar Magnus und Astrid Matz.

Groß ist die Auswahl an Brett- und Tabletopspielen, die im Aufenthaltsraum des "Refugium" ausgewählt und gespielt werden können. Wie Magnus Matz sagt, werden rund 50 verschiedene Spiele zum Ausprobieren oder auch Kaufen angeboten.
Groß ist die Auswahl an Brett- und Tabletopspielen, die im Aufenthaltsraum des "Refugium" ausgewählt und gespielt werden können. Wie Magnus Matz sagt, werden rund 50 verschiedene Spiele zum Ausprobieren oder auch Kaufen angeboten. | Bild: Jutta Freudig
  • Opening-Wochenende: Zurück in die Vergangenheit – im April 2018 lauschten noch Bürgermeister Markus Hugger und 18 Gemeinderäte mit Interesse dem Konzept für die neue Spieleanlage, das Magnus Matz dem Gremium vorstellte. Für viele waren die geplanten Live-Escape-Game-Räume eine völlige Neuigkeit. Vom Gremium gab es dennoch reges Interesse und sofortiges grünes Licht für die Realisierung des Angebots, das nun nach einem aufwändigen Umbau und manch bürokratischer Hürde an diesem Wochenende mit einem besonderen "Opening" an den Start geht.
In tiefem Schwarz gehalten ist der Live-Escape-Game-Raum "Bunker". Daraus müssen sich die Spieler befreien, indem sie eine territoriale Funksendestelle aufbauen. Astrid Matz hat den Raum mit viel Liebe zum historischen Detail ausgestattet.
In tiefem Schwarz gehalten ist der Live-Escape-Game-Raum "Bunker". Daraus müssen sich die Spieler befreien, indem sie eine territoriale Funksendestelle aufbauen. Astrid Matz hat den Raum mit viel Liebe zum historischen Detail ausgestattet. | Bild: Jutta Freudig
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  • Künftig fünf Escape-Game-Räume: "Die Nachfrage ist groß", sagt Magnus Matz. Eigentlich hätten die Besucher die neuen Live-Escape-Game-Räume des "Refugium" am liebsten schon an Weihnachten offiziell genutzt. Unter anderem eignen sie sich zum Beispiel für Teambildungsmaßnahmen und sind deshalb bei Firmen sehr beliebt. Aber auch viele junge Besucher konnten es kaum erwarten, bis sie seit dem gestrigen Freitag endlich ins Spieleabenteuer aufbrechen können. Vorerst stehen dafür zwei der geplanten fünf Themenzimmer zur Verfügung. Ebenso der 150 Quadratmeter große Aufenthaltsraum, in dem neben zwei großen Spieltischen für Table Top Spiele (futuristische Strategiespiele mit speziellen Spielfiguren) eine ganze Anzahl weiterer Tische für anspruchsvolle Brettspiele bereitstehen, die in Vitrinen ausgesucht werden können. Hier wird auch bewirtet, es gibt eine kleine Bartheke, Cola oder Kaffee, begleitend zum Spiel.
Knifflige Aufgaben hat Daniel Schlegel im Live-Escape-Game-Raum des Drachenforschers zu lösen. Für einige der fünf Themenzimmer gelten bei den Spielen verschiedene Schwierigkeitsstufen.
Knifflige Aufgaben hat Daniel Schlegel im Live-Escape-Game-Raum des Drachenforschers zu lösen. Für einige der fünf Themenzimmer gelten bei den Spielen verschiedene Schwierigkeitsstufen.
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  • Bunker und Arbeitszimmer: Wer sich ins Live-Escape-Game-Erlebnis stürzen will, dem stehen vorerst zwei Räume zur Verfügung: Das ist zum einen der völlig in Schwarz gehaltene "Bunker". Die hier zwischen Gittern, Ketten und historischem Spind, Stockbetten, verblassten Fotografien und altem Gerät und Geschirr Gefangenen müssen eine territoriale Funksendestelle aufbauen und Rettung herbeirufen. Nur wenn ihnen das gelingt, kommen sie wieder frei. "Das ist nicht ganz einfach zu lösen", weiß Astrid Matz, weshalb eine Befreiung in drei Schwierigkeitsgraden angeboten wird. Der andere Raum ist das ebenfalls historisch möblierte, in Rot gehaltene Arbeitszimmer eines Drachenforschers im Stil von Indiana Jones. Hier gilt es, das Drachenei zu finden und damit die Drachen vor dem Bösen zu retten.
Vom Monitor des "Refugium" aus kann Astrid Matz die Spieler in den Live-Escape-Game-Räumen beobachten. Interessiert verfolgen Robert Daute und seine Familie, wie das Spiel abläuft.
Vom Monitor des "Refugium" aus kann Astrid Matz die Spieler in den Live-Escape-Game-Räumen beobachten. Interessiert verfolgen Robert Daute und seine Familie, wie das Spiel abläuft.
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  • Ausbau geht noch weiter: Vorerst noch nicht fertiggestellt sind die Escape-Räume "Bibliothek", "Einhorn-Zimmer" und "Camping-Outdoor". Ganz besonderes Interesse weckt vor allem der in knalligem Pink geplante Einhornraum, den sowohl gut gelaunte Erwachsene, als auch Kinder künftig für ein Escape-Game nützen können. Größter Gruppenraum wird vermutlich der Camping-Raum, in dem man auf Kunstrasen und zwischen Waldtapeten ein Zelt aufbauen muss. "Rund sechs bis acht Wochen je Raum brauchen wir für die bislang fehlenden drei Zimmer noch," so Magnus Matz. Das Spieleerlebnis wird also auch nach der Eröffnung noch ausgebaut. Es bleibt spannend.