Viele Bad Dürrheimer empfinden sie als wahre Plage: die Verkehrs- und Lärmbelastung auf der Bundesstraße 33. Doch so schnell wird sich daran wohl nichts ändern. Dies zeigte sich jetzt auch bei einem Besuch von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer.

Landrat Sven Hinterseh (von links), Bad Dürrheims Bürgermeister Jonathan Berggötz und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer bei der ...
Landrat Sven Hinterseh (von links), Bad Dürrheims Bürgermeister Jonathan Berggötz und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer bei der Besichtigung der B 33 vor Bad Dürrheim. | Bild: Dominik Zahorka

Schäfer besichtigte zusammen mit Vertretern aus Bad Dürrheim und der Landesregierung einen Knotenpunkt der Bundesstraße 33. „Wir sind mittlerweile im Alltag viel zu viel Lärm ausgesetzt und Ruhezonen sind oft Mangelware“, stellte Schäfer fest und ließ sich, zusammen mit der Landtagsabgeordneten Martina Braun von Landrat Sven Hinterseh und Bad Dürrheims Bürgermeister Jonathan Berggötz die Verkehrsüberlastung bei der Kurstadt zeigen.

„Wir brauchen ganz bestimmte Auslösewerte, um tätig zu werden.“
Bärbel Schäfer, Regierungspräsidentin

Der Lärmschutz für die B33 liegt schon seit Langem auf Schäfers Schreibtisch, doch wegen Personalmangel und Überlastung im Regierungspräsidium Freiburg sei es noch zu keiner Aktion von Seiten der Behörde gekommen, erklärte die Regierungspräsidentin.

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Und dann ist da auch noch ein anderer Punkt, der wohl auf lange Sicht dafür sorgen wird, dass der Lärmschutz an der B33 bei Bad Dürrheim unerledigt bleibt: „Wir brauchen ganz bestimmte Auslösewerte, um tätig zu werden, das heißt der errechnete Lärmpegel muss für eine Lärmsanierung die Schwelle zur Gesundheitsgefährdung überschreiten“ so Bärbel Schäfer.

Hier gibt es wohl keinen Spielraum

Diese Werte würden in Bad Dürrheim allerdings bei weitem nicht erreicht. Da es sich außerdem um eine Bundesstraße handle, wo der Bund für sämtliche baulichen Maßnahmen aufkommen müsse, gebe es praktisch keinen Spielraum, ohne entsprechende Zahlen tätig zu werden. Dabei spiele es auch keine Rolle, dass der Knotenpunkt offensichtlich stark überlastet und nicht ausreichend leistungsfähig sei.

Bürgermeister Jonathan Berggötz erklärt Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer die Problembereiche.
Bürgermeister Jonathan Berggötz erklärt Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer die Problembereiche. | Bild: Dominik Zahorka

Geplant sei jedoch auf längere Sicht lärmdämmender Asphalt und die Planung neuer Einfädel- und Abbiegespuren auf der besagten Strecke, die im kommenden Jahr auch auf der Straße Richtung Marbach umgesetzt werden sollen, betonte Schäfer bei dem Vor-Ort-Termin. Man hoffe, auf diese Weise den Verkehrsfluss auflockern zu können und so die Lärmbelastung für die Anwohner zu verringern.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer beim Eintrag in das Goldene Buch der Stadt.
Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer beim Eintrag in das Goldene Buch der Stadt. | Bild: Dominik Zahorka

Nach der Besichtigung des Autobahnabschnitts wurden im Kurhaus noch weitere drängende Themen wie Tourismus, Klimaschutz und die Flüchtlingsentwicklung in der Region mit der Regierungspräsidentin besprochen. Schäfer betonte die besondere Stellung und Verantwortung der Stadt Bad Dürrheim mit ihrer Premium-Zertifizierung als Kneipp-Kurort, Sole-Heilbad und heilklimatischer Kurort.