Es ist ein Umbruch für die Stockacher Ortsteile Mahlspüren im Tal und Seelfingen und ihre rund 610 Einwohner: Nachdem Herbert Rebstein Ende des vergangenen Jahres angekündigt hatte, vom Posten des Ortsvorstehers zurückzutreten, konnte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bereits sein Nachfolger ins Amt eingeführt werden.

Florian Buschle heißt der neue Mann an der Spitze der beiden Ortsteile. Bereits am 21. Dezember wurde der Mahlspürer vom gemeinsamen Ortschaftsrat der beiden Ortsteile gewählt. Diese Wahl galt allerdings zunächst nur als Vorschlag, denn offiziell gewählt werden die Ortsvorsteher vom Stockacher Gemeinderat.

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Florian Buschle einstimmig gewählt

Dieser stimmte dem Vorschlag in seiner jüngsten Sitzung allerdings einstimmig zu und wählte Buschle damit zum neuen Ortsvorsteher. „Ich bin optimistisch, dass er tatkräftig dabei ist, die Entwicklung der Ortsteile weiter voranzubringen“, sagte Bürgermeister Rainer Stolz in der Sitzung.

Er hat mit Buschle bereits in der ersten Januarwoche ein Gespräch geführt. Buschle wurde im Rahmen der Gemeinderatssitzung dann auch gleich vereidigt und auf sein neues Amt verpflichtet. Die ersten Glückwünsche gab es von Stadtrat Wolf-Dieter Karle, der auch Ortsvorsteher von Hindelwangen ist.

Arbeit wird nicht immer gewürdigt

Er hieß das jüngste Mitglied im Kreise der Stockacher Ortsvorsteher willkommen und betonte: „Ich hoffe, dass wir gut zusammenarbeiten und Sie für Ihre beiden Orte segensreich wirken.“ Gleichzeitig stimmte er Buschle darauf ein, dass die Arbeit des Ortsvorstehers im ein oder anderen Fall nicht immer sehr gewürdigt werde.

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Bürgermedaille für Herbert Rebstein

Einer, dessen Arbeit im Gemeinderat an diesem Abend allerdings sehr gewürdigt wurde, ist Buschles Vorgänger Herbert Rebstein. Bürgermeister Rainer Stolz verlieh dem ehemaligen Ortsvorsteher die Bürgermedaille in Gold. „Ich habe Herbert Rebstein als besonnenen Ortsvorsteher erlebt, der immer fair zu seinem Gegenüber war“, betonte Stolz.

Bürgermeister Rainer Stolz (links) verleiht Herbert Rebstein die Bürgermedaille in Gold für sein langjähriges Engagement als ...
Bürgermeister Rainer Stolz (links) verleiht Herbert Rebstein die Bürgermedaille in Gold für sein langjähriges Engagement als Ortsvorsteher von Mahlspüren im Tal/ Seelfingen. | Bild: Dominique Hahn

Rebsteins Ziel sei es gewesen, zu einem guten Ausgleich zu kommen. Dadurch sei er immer auch ein fairer Gesprächspartner für beide Ortsteile gewesen. Eine seiner wichtigsten Leistungen sei in diesem Zusammenhang etwa das neue Feuerwehrhaus gewesen.

„Bei der Einweihung hat man gemerkt, was das für ein emotionales Thema war“, so Stolz. Lobend erwähnte er auch Rebsteins Einsatz für die Dorfgemeinschaftshäuser, wobei er bislang zumindest für Seelfingen einen Erfolg einfahren konnte.

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Nicht immer leicht gewesen

Rebstein selbst betonte, er sei überrascht über die Auszeichnung. „Für mich war es immer spannend, in der gemeinsamen Kommunikation und im Dialog einen Weg zu finden“, erklärte er. Trotzdem sei es manchmal schwierig gewesen, die unterschiedlichen Bedürfnisse der beiden Ortsteile unter einen Hut zu bringen.

In seiner Dankesrede ließ es sich der ehemalige Ortsvorsteher indes nicht nehmen, auch nochmal für sein Herzensprojekt zu werben. „Mein Heimatort Mahlspüren ist in letzter Zeit etwas untergegangen. Das Dorfgemeinschaftshaus steht noch unberührt aus der Zeit, als wir noch eine eigene Schule hatten und der Lehrer oben drinnen gewohnt hat“, scherzte er.