Das Stockacher Narrengericht veranstaltet an Dreikönig, 6. Januar 2023, den achten politisch-närrischen Spätschoppen im Bürgerhaus Adler Post. „Die aktuellen politischen Schieflagen in Baden-Württemberg, Berlin und weltweit, erfordern es, wieder etwas Ruhe und Ausgewogenheit in unser Ländle zu bringen“, schreibt das Narrengericht in der Ankündigung.

„Daher war es uns dieses Jahr besonders wichtig, mal einen etwas gemäßigteren Ton nach Stockach zu holen, mal keinen Lautsprecher, sondern einen echten Mainstream-Typen, der nirgends aneckt oder missverstanden wird. Wir hoffen, dass uns das mit Boris Palmer, dem wiedergewählten Oberbürgermeister der Universitätsstadt Tübingen, gelungen ist.“ Narrenrichter Jürgen Koterzyna betont, Palmer komme als närrischer Gastredner und nicht als Beklagter nach Stockach.

Auftakt in eine normale Fasnacht

Nach zwei Jahren Fasnachtsabstinenz freuen sich die Narren auf 47 Tage närrisches Treiben im Jahr 2023. Traditionell starten dabei die Stockacher Narren am 6. Januar mit der Dreikönigssitzung des Hohen Grobgünstigen Narrengerichts zu Stocken. Im Bürgerhaus Adler Post begehen die Narren zugleich ihre erste Narrenversammlung des Jahres, als Auftakt zur anstehenden Fasnacht 2023.

Ein Ehrengast und weitere Besonderheiten

Das Narrengericht habe bei der diesjährigen Ausrichtung des Programms sein ganzes Augenmerk auf närrische Wortgewaltigkeit gelegt. Zur Erheiterung aller werde unter anderem ein talentierter Nachwuchsredner aus den Reihen des Narrengericht-Kollegiums das närrische Wort ergreifen und die Welt und seine Sicht darauf erklären.

Das Stockacher Narrengericht bei seinem letzten Besuch in Berlin vor dem Brandenburger Tor. 2023 soll wieder eine Außensitzung in der ...
Das Stockacher Narrengericht bei seinem letzten Besuch in Berlin vor dem Brandenburger Tor. 2023 soll wieder eine Außensitzung in der Bundeshauptstadt abgehalten werden. | Bild: Narrengerichts-Archiv

Weiter teilt Narrenrichter Jürgen Koterzyna in der Einladung mit: „Und natürlich freuen wir uns, als Höhepunkt, auf die Eingebungen des wiedergewählten und amtierenden Oberbürgermeisters der Universitätsstadt Tübingen, Boris Palmer, als diesjährigen politischen Ehrengast und Redner. Schon jetzt können wir es kaum abschätzen, was wir mit dieser speziellen Auswahl an Rednern angerichtet haben werden.“

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Das bewährte Konzept erhalte die bisherige Tradition der Dreikönigssitzung und biete gleichzeitig seinen geladenen Gästen einen geistreichen und mit viel Wortwitz gespickten Fasnachtsauftakt. Lokalpatrioten aus Politik und Narretei werden wieder zahlreich vertreten sein. Neben der Vorstellung des Titelblattes 2023 für das Narrenbuch, erscheine auch die aktuelle Ausgabe der Hans-Kuony-Post.

Weiter werden eventuelle personelle Veränderungen im Narrengericht kundgetan und die ein oder andere Ehrung vorgenommen, so die Narren weiter. Und es gebe die „heiß ersehnte Bekanntgabe der diesjährigen beklagten Person vor dem Narrengericht am Schmotzigen Dunschtig 2023“.

Ehrungen für langjährige Laufnarren

In der Dreikönigssitzung stehen zudem die Verleihungen der Laufnarrenorden für 25 oder 50 Jahre an, da so der Bedeutung dieser Auszeichnungen noch besser Rechnung getragen werden könne. „Daneben haben die Gerichtsnarren noch die ein oder andere Überraschung parat“, fügt Koterzyna in der Mitteilung hinzu.

Musikalisch umrahmt von der „Kleinen Besetzung“ der Hans-Kuony-Kapelle unter der Leitung von Jochen Fischer sehen die Narren diesmal einer weiteren glückseligen Fasnacht 2023 entgegen.

Übrigens verhandelt das Narrengericht im Jahr 2023 gleich zwei Mal. Eine Woche vor der Fasnacht in Berlin steht ein gesellschaftliches Thema im Mittelpunkt und am Schmotzigen Dunschtig gibt es die traditionelle Verhandlung gegen eine Person.

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