Alle Hände voll zu tun hatte die Polizei am Montagabend in der Radolfzeller Innenstadt. Gleich drei Demonstrationen unterschiedlicher Größe fanden statt, zwei davon ordnungsgemäß angemeldet. Auf dem Marktplatz hatte Peter Geiger erneut zu einer Demonstration aufgerufen, die für Solidarität und die Einhaltung der Corona-Maßnahmen stand.

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Zu Gast war Karin Becker, Intendantin des Konstanter Stadttheaters. Sie sprach über die Bedeutung von Kultur für die Gesellschaft und wie wichtig es sei, dass kulturelle Einrichtungen offen und zugänglich bleiben. „Kultur ist Raum für andere Erfahrungen“, sagte sie. Wo sonst könnten Utopien gesponnen werden oder man etwas erleben, was nicht der Realität entspreche. Aus diesem Grund sei die Impfung der beste Schutz gegen den schweren Verlauf einer Corona-Infektion und für den Erhalt der kulturellen Einrichtungen.

Die Demo auf dem Marktplatz.
Die Demo auf dem Marktplatz. | Bild: Jarausch, Gerald

Demo-Organisator Peter Geiger zeigte sich angesichts der wenigen Teilnehmer – es kamen rund 70 Personen – etwas enttäuscht. Doch wolle er weitermachen und jede seiner Demos, die er im Zwei-Wochen-Rhythmus durchführen wolle, unter ein anderes gesellschaftliches Thema stellen. Die nächste Demonstration soll am 21. Februar stattfinden.

Organisator Peter Geiger
Organisator Peter Geiger | Bild: Jarausch, Gerald

Am René-Moustelon-Platz hatte die Satire-Partei Die Partei eine Mahnwache aufgebaut. Mit ihren Plakaten mit der Aufschrift „Wir lassen euch beim Denken nicht allein“ und „Keine Freiheit für die Diktatuhr“ haben sie sich am Rand der Route der sogenannten Montagsdemonstration gestellt. Als der Zug vorbeikam, beschallten sie diesen mit Zirkusmusik. Diese Provokation nahmen die angeblichen Montagsspaziergänger regungslos zur Kenntnis. Laut Bernd Schmid, stellvertretender Revierleiter in Radolfzell, seien am Montagabend rund 500 sogenannte Spaziergänger in der Stadt gewesen. Es habe auch keine Vorkommnisse an dem Abend gegeben.