Der Vorstand der Bengelschießer-Zunft hat schweren Herzens entschieden, dass dieses Jahr keine Straßenfasnacht stattfinden soll. Hallenveranstaltungen hatte die Zunft bereits im November abgesagt. „Wir haben eine Vorbildfunktion und können deshalb große Menschenansammlungen auch im Freien nicht vertreten“, erklärte Elferrätin Alessa Mengele. Die Fasnet lebe einfach von Nähe und fröhlichem Beisammensein, so die Argumentation.

Wer solle die Abstände und die Einhaltung der Corona-Regeln, insbesondere die Registrierungspflicht aller Besucher denn kontrollieren, wenn sowieso schon viele Mitglieder – angesichts der düsteren Fasnet-Prognose – keinen Urlaub nähmen, gab sie zu bedenken. „Wir organisieren alles ehrenamtlich und können bei Lockerungsankündigungen auch nicht von einem auf den anderen Tag umswitchen“, so Mengele.

Narren in geheimer Mission

Trotzdem soll auch in diesem Jahr ein Hauch von Fasnacht spürbar werden. So ist geplant, dass die Holzer in geheimer Mission einen Narrenbaum stellen und am Morgen des Schmutzigen Dunschdig pandemiegerecht die Bevölkerung wecken. Ebenso werden Kleingruppen sich vor den Kindergärten und der Schule zeigen, um die Kinder zu befreien.

Am Nachmittag sind die Kinder ab 15 Uhr dazu eingeladen, mit ihren Eltern einen Bettel-Bummel durch Böhringen zu machen. Rechtzeitig dazu werde über die sozialen Medien und im Vereinskasten zwischen Bäcker und Metzger ein Plan ausgehängt, aus dem die Stationen ersichtlich sind, an denen es, wenn man ein Narrenverslein aufsagt, Leckereien zu erbetteln gibt.

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Für den Fasnachtssonntag ist ab 13 Uhr eine Schnitzeljagd durch Böhringen auf mehreren Routen angekündigt, und zwar in moderner Form über die Smartphone-App Actionbound. Es wird rechtzeitig einen Aufruf zur Anmeldung geben. Es gibt außerdem einen Malwettbewerb mit Bilderwand am Narrenbrunnen. Alle Kinder können dort die ganze Fasnacht über ihre Bilder anpinnen. Die Auslosung der Gewinner findet am Ende der Fasnet statt.