Wer wohnte „vis-a-vis vum Adler?“ Und wo lebte nochmals „de Schlegele Beck“? Eine Stadtrallye für Kinder führte in der Altstadt zu den berühmten Schauplätzen der Radolfzeller Narrensprüche.

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Für die Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren gab es Heischer- und Soache-Versle zum Greifen nah, gespickt mit Anekdoten und Wissenswertem rund um die Fasnacht. Dabei wurde gekleppert, was das Zeug hielt – zu den Versle, zum Narrenmarsch und zu den Lieblings-Hits der Kleinsten.

Ersatzveranstaltung kommt gut an

Was von den Mitgliedern der Klepperle-Gruppe des TV Radolfzell während der Pandemie als Ersatzveranstaltung zum Klepperle-Kurs angeboten wird, könnte sich zu einem Dauerbrenner in der Vorfasnachtszeit entwickeln.

Am pandemiekonformen Premierengang nahmen 16 vergnügte Kinder in unabhängig voneinander geführten Gruppen teil. Die zweite Veranstaltung mit drei Gruppen am kommenden Samstag ist ausgebucht.

Mit Narrizella-Marsch durch die Stadt

Unter der Leitung von Sabine Buhl und Nicole Bohner startete die erste von zwei Kindergruppen am Kappedeschle-Brunnen mit dem Narrizella-Marsch durch die Altstadt. Die Rallye ging am Klepperle-Baum in der Kaufhausstraße vorbei in die Seestraße und über den Seetor- und den Marktplatz durch die Höll- und Poststraße.

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„Wir wollen den Kindern zeigen, was die Sprüche und Verse für einen Hintergrund haben“, erläutert Sabine Buhl. Dabei erlebten sie die Altstadt, wie sie früher war: mit Handwerkern, Gaststätten, Hotels und Lebensmittel- wie Einzelhandelsgeschäften, die es so kaum mehr gibt.

Anwohner kleppern mit

Parallel führten Fabian Dieterle und Heidi Keller die zweite Kindergruppe durch die Altstadt. „Es liegt uns am Herzen, das Brauchtum weiter zu tragen“, so Dieterle. Viele Radolfzeller hätten die Fenster geöffnet, um mit den Kindern zu kleppern. Mit der Narrenmusik der Narrizella Ratoldi entwickelte die Klepperle-Gruppe neue Sprüche, die auf einem Video vorgestellt werden.