Unter der Regie von Waltraud Rasch wird im Zeller Kulturtheater eine Geschichte, die auf wahren Tatsachen beruht, neu inszeniert. In „Das Wunder von Wörgl“ spielen neun Laienschauspieler live, wie es sich vor 90 Jahren in Tirol zugetragen haben könnte. Bühnenmusik macht Gerhard Schiewe.

Nach der Premiere am Donnerstag, 9. September, 20 Uhr, wird das Stück laut einer Mitteilung der Zeller Kultur acht weitere Male aufgeführt. Es gilt die Coronaverordung, mit Abstandsregeln und 3G, Besucher müssen geimpft, genesen oder getestet sein.

Eine neue Idee belebt die Wirtschaft

Zum Inhalt: Mitten in der schlimmsten Weltwirtschaftskrise wird 1932 der ehemalige Lokführer Michael Unterguggenberger zum Bürgermeister von Wörgl gewählt. Mit einer außergewöhnlichen Idee initiiert er ein kleines Wirtschaftswunder: Er führt das sogenannte Schwundgeld ein, das verfällt, wenn man es nicht ausgibt.

Denn Geld soll nicht herumliegen, es soll zirkulieren, vom Zimmermann zum Metzger, vom Metzger zum Bauern, vom Bauern zum Schuster, auf dass es allen besser gehe. Die Wirtschaft wird, anders als im Rest von Österreich, angekurbelt, die Arbeitslosenquote sinkt, es werden mehr Steuern eingenommen und finanzielle Rückstände verringert.

Doch bald pocht die Nationalbank auf ihr alleiniges Recht auf Ausgabe von Banknoten. Das Experiment wird beendet. Doch die Wörgler setzen ihrem Bürgermeister ein Denkmal.

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Vor 90 Jahren blickte die halbe Welt interessiert nach Tirol. Die internationale Presse wurde auf Unterguggenbergers Experiment aufmerksam und bezeichnete es als das „Wunder von Wörgl“. Aus Frankreich reiste Ministerpräsident Édouard Daladier an. In den USA schlug der Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher der Regierung ein ähnliches Geld zur Überwindung der Wirtschaftskrise vor.

Die Geschichte ist 2018 auch verfilmt worden, eine der Hauptrollen spielte übrigens Verena Altenberger, zuletzt am Sonntag im TV im „Polizeiruf 110“ als Kommissarin zu sehen.

Kartenreservierung unter www.zellerkultur.de/veranstaltungen