„Wir sind als erste raus und kommen als letzte wieder rein“ stellt Christian Widmann von der Konstanzer Veranstaltungstechnikfirma J&C für die gesamte Veranstaltungsbranche fest. Gerade kam die nächste Hiobsbotschaft: „Bis Ende Oktober keine Großveranstaltungen. Für die Gastronomie wurden Lösungen gefunden, aber nach uns schaut keiner.“

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Von den Corona-Restriktionen ist die gesamte Branche – von Spielstättenbetreibern, Technikfirmen, Bühnen- und Messebauern bis hin zu Caterern und Künstlern – betroffen. „Es ist eine große Wertschöpfungskette, die an Veranstaltungen hängt“, macht Marketing-Leiter Franz Petzold der Mainau GmbH deutlich.

Schon jetzt hinterlässt das Veranstaltungs-Aus die ersten Spuren. „Unser Messebauer ist insolvent“, so Mainau-Event-Manager Alex Heger.

Auch sie machen gemeinsame Sache und beteiligen sich an der bundesweiten Night of Light: Andreas Heinl (links) und Andrea Riegel (rechts) von a2r:media und von der Insel Mainau (von links) Marketingleiter Franz Petzolg, Pressesprecherin Andrea von Maur und Event-Manager Alex Heger.
Auch sie machen gemeinsame Sache und beteiligen sich an der bundesweiten Night of Light: Andreas Heinl (links) und Andrea Riegel (rechts) von a2r:media und von der Insel Mainau (von links) Marketingleiter Franz Petzolg, Pressesprecherin Andrea von Maur und Event-Manager Alex Heger. | Bild: Scherrer, Aurelia

Die Konstanzer Veranstaltungstechnikfirmen a2r:media und J&C sind ebenfalls stark betroffen. Das große Problem: „Wir haben keine Lobby“, so Andrea Riegel von a2r:media. Beide Firmen machen mit Konstanzer Veranstaltungshäusern jetzt gemeinsame Sache und beteiligen sich an der bundesweiten Aktion Night of Light.

Die „Night of Light“ beginnt um 22 Uhr

In der Nacht von Montag auf Dienstag werden von 22 bis 1 Uhr unter anderem das Mainauer Palmenhaus, das Konzil, die Imperia, das Bodenseeforum, IHK und Kulturladen rot beleuchtet. Sie wollen ein Zeichen setzen und einen flammenden Appell an die Politik richten. „Wir wollen endlich klare Aussagen von der Politik“, sagt Alex Heger.

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Es gebe nicht einmal eine Definition, ab wie vielen Personen es sich um eine Großveranstaltung handle. Und es fehle an einer Perspektive, so Andrea Riegel. „Wir wissen weder, wie es in diesem Jahr, geschweige denn im nächsten Jahr weitergehen wird. Wie soll man da planen?“ Für Veranstaltungen brauche es eine Vorlaufzeit; das sei nicht ad hoc machbar.

Die Branche braucht Planungssicherheit

„Wir wollen einen detaillierten Zeitplan, wie es weitergehen kann und nicht alle zwei Wochen neue, zum Teil sehr vage Vorgaben“, äußert Petzold. Die Branche brauche Planungssicherheit. Wenn es so weitergehe, sehen sie alle für das für die Gesellschaft wichtige Segment schwarz.

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