Die Otto-Raggenbass-Straße, Franz-Knapp-Passage, Conrad-Gröber-Straße, Felix-Wankel-Straße, Werner-Sombart-Straße und Hindenburgstraße könnten neue Namen erhalten. Die Vorschläge zur möglichen Umbenennung hatten es bereits auf die Tagesordnung der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag, 24. November, geschafft.

Doch nun gibt es „weiteren Klärungsbedarf“

Am Tag vor der öffentlichen Sitzung im Bodenseeforum wird bekannt: Die Entscheidung wird nicht in dieser Woche fallen. Darüber informiert das Pressereferat der Stadt Konstanz in einer Pressemitteilung. Darin heißt es: „Aufgrund weiteren Klärungsbedarfs wird die Entscheidung zur Umbenennung von Straßen in Konstanz nochmals verschoben. Der Punkt wird von der Tagesordnung der Sitzung vom 24. November 2022 abgesetzt.“

Die Stadtverwaltung würde erneut informieren, wenn die offenen Punkte geklärt seien und das Thema in den Rat gehe. Über die genauen Gründe, weshalb der Punkt von der Tagesordnung entfernt wurde, gibt die kurze Pressenotiz keinen Aufschluss.

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Statt Entscheidung noch eine Vorberatung

Auf SÜDKURIER-Nachfrage erklärt Anja Fuchs, Pressesprecherin der Stadt: „Uns wurde aus mehreren Fraktionen weiterer Gesprächsbedarf signalisiert. Daher hat OB Burchardt entschieden, zunächst in einen vorberatenden Ausschuss zu gehen und der Angelegenheit den Raum zu geben, den es braucht.“

Außerdem schreib Anja Fuchs: „Die Entscheidung ist wichtig, weil sie viele direkt betrifft, die in den jeweiligen Straßen leben. Daher nehmen wir bestehende Bedenken sehr ernst und überarbeiten die Sitzungsvorlage nochmals.“ Dabei beschloss der Gemeinderat schon 2019, dass die Voraussetzungen für die Umbenennung der sechs Straßen grundsätzlich vorliegen.

Mehr über die Personen...

In einer anderen Pressemitteilung aus dem Rathaus, die vergangene Woche veröffentlicht wurde, hieß es, dass betroffene Bürger, Anlieger und Gewerbebetriebe angehört wurden, was aufgrund der Corona-Pandemie in schriftlicher Form erfolgte, und sie über die Gründe für die mögliche Umbenennung ihrer Straße informiert wurden. Sie hätten auch die Möglichkeit zur Stellungnahme sowie zur Unterbreitung neuer Namensvorschläge gehabt.

Die Antworten der Betroffenen wurden im Anschluss in der Straßenbenennungskommission erörtert. Nach intensiver Diskussion habe diese im Grundsatz bestätigt, dass die Voraussetzungen für eine Umbenennung auch unter Berücksichtigung der Stellungnahmen der Betroffenen weiterhin vorliegen würden.

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