Bis zuletzt hatte Markus Baiker, Präsident des Vereins Kreuzlinger Seenachtfest, noch Hoffnung auf ein Fantastical 2020. Durch die Entscheidung des Schweizer Bundesrats vom Mittwoch, sämtliche Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern bis Ende August zu verbieten, herrscht nun Klarheit.

Kreuzlinger Seenachtfest fällt erstmals seit fast 70 Jahren aus

Das auch bei vielen Konstanzer Familien beliebte Sommerfest wird nicht stattfinden. Es handle sich laut der Organisatoren um die erste Absage in der seit 1951 währenden Geschichte.

Für das parallel zum Fantastical stattfindende Konstanzer Seenachtfest steht die endgültige Entscheidung noch aus. Vereinbart zwischen Stadtverwaltung und dem Veranstalter Full Moon ist bislang, dass es am 8. August nicht in seiner gewohnten Form wird stattfinden können, da auch in Deutschland Großveranstaltungen bis Ende August verboten sind. Beide Seiten wollen sich noch final abstimmen, hieß es nach der Entscheidung der Bundesregierung zuletzt.

Verluste summieren sich auf umgerechnet rund 47.000 Euro

Durch die Absage des Fantastical entgingen dem Verein laut Markus Baiker rund 50.000 Schweizer Franken (rund 47.000 Euro). „Es ist jetzt der Zeitpunkt, an dem auch die finanziellen Verluste für das Fantastical selbst noch tragbar sind“, erklärt er. Zwar arbeite das Organisationsteam ehrenamtlich, „dennoch haben wir Dienstleister, die bis jetzt Arbeiten erbracht haben, welche auch entlohnt werden müssen“.

Die bisherigen Vorarbeiten seien nicht umsonst. Man prüfe, welche davon für die Ausgabe 2021 genutzt werden könnten, ergänzt der Vereinspräsident. Der größte Verlust ergebe sich für Aussteller und Gastronomie-Betriebe.

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Durch die auch in der Schweiz geltenden Einschränkungen wegen Corona mussten diese schon hohe Einbußen verzeichnen. Für diesen Bereich, sagt Markus Baiker, „ist der Bundesrats-Entscheid sicherlich schicksalhaft“. Die Fantastical-Organisatoren wollten daher „alles dafür tun, dass sie bei uns Einnahmen haben werden“, verspricht Baiker.

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