Die Befürchtung ist wahr geworden: Bei dem einen bisher bestätigten Corona-Fall an der Kindertagesstätte Käppele im Rauhofweg auf der Insel Reichenau handelt es sich um die britische Variante des Virus.

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Das Ärzteblatt schreibt über diese Mutation: „Der Verdacht, dass die britische Variante B.1.1.7 nicht nur ansteckender ist als der Wildtyp von Sars-Cov-2, sondern auch häufiger zur Hospitalisierung oder und zum Tod führt, hat sich in den letzten Wochen erhärtet, wie die jetzt von der britischen Regierung veröffentlichten Ergebnisse aus laufenden Untersuchungen zeigen.“

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Mario Streib, Hauptamtsleiter der Gemeinde Reichenau, hatte ein arbeitsreiches Wochenende. „Mit dem Gesundheitsamt sind wir bereits im Austausch und am Montag werden wir intern mit allen Betreuungseinrichtungen und den beiden Grundschulen das weitere Vorgehen besprechen“, schrieb er gestern. „Wir haben am Freitag im Rahmen der Amtshilfe für das Gesundheitsamt die Eltern informiert.“

Kostenlose Schnelltests

Im Hinblick auf die Auswirkungen für Erziehungsberechtigte, Betreuungspersonal, Haushaltsangehörige könne er allerdings noch keine Auskünfte geben. „Wir werden am Montag weiter an einer schnellstmöglichen Lösung der aktuellen Situation arbeiten. Wir haben daher bereits angekündigt, kostenlose Schnelltests an die Betroffenen verteilen.“

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Bild: Zoch, Thomas

30 Kinder und fünf Mitarbeiter befinden sich seit Mittwoch vergangener Woche in häuslicher Quarantäne. „Die Erzieherin hat keine Ahnung, wo und wie sie sich angesteckt haben könnte“, erzählte Mario Streib. „Sie hat sich an die Hygienemaßnahmen gehalten und war sehr vorsichtig.“

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Die Erzieherin klagte laut Mario Streib vor zehn Tagen über die klassischen Symptome: Kopfschmerzen, Fieber, Husten. Da es nicht besser wurde, meldete sie sich krank und machte den Corona-Test. Nun steht fest, dass sie sich mit der britischen Variante infiziert hat.