Caroline Bleckmann vom Landesamt für Denkmalpflege vergleicht gezeichnete Pläne aus dem Stadtarchiv mit den Mauern, die auf der Baustelle der ehemaligen Schule Zoffingen freigelegt wurden. Es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Fundamente der früheren Umfassung des Klosters Zoffingen.

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Auf alten Plänen aus dem 18. Jahrhundert sind diese zu sehen. Rätsel geben noch Anbauten auf sowie die Frage, ob Pfahlbündel im Zusammenhang mit dem Bau der früheren Mauer stehen oder nicht.

Die Bauarbeiter, die für die Caritas aus dem ehemaligen Schulgebäude aus dem Jahr 1920 und einem Neubau ein Pflegeheim errichten, arbeiteten Hand in Hand mit den Archäologen, stellt Caroline Bleckmann fest. Man suche nach Lösungen, die die Interessen beider Seiten zufriedenstellten. „Das funktioniert hier wunderbar.“

Die Archäologen selbst sind es, die die eben entdeckte Mauer an einigen Stellen kontrolliert abbrechen. Denn sie wollen wissen, wie es sich mit den Bündeln von Pfählen, vermutlich aus Erlenholz, verhält, die sie in etwa 3,50 Meter Tiefe gefunden haben.

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Ob diese zum Bau der Klosterumrandung eingesetzt wurden oder auf einen anderen Bau hindeuten, kann Bleckmann noch nicht sagen. Sicher sei jedenfalls, dass es sich nicht um Reste von Pfahlbauten handle. Auch Ausbuchtungen in der freigelegten Mauer geben noch Rätsel auf. In den Plänen seien diese nicht verzeichnet.

Ausschließen kann Caroline Bleckmann nur, dass es sich um Reste eines Brunnens handelt. Nach der Analyse des Mörtels, der Gesteine und der Bauart der Mauer kann die Expertin auch sagen, dass diese im späten Mittelalter oder in der frühen Neuzeit entstand.

Auf keinen Fall stamme sie von den Römern oder aus der Gründungszeit des Klosters im 13. Jahrhundert, ist sich Bleckmann sicher. Die Expertin für archäologische Funde ist mit ihrem Team noch gut eine Woche vor Ort. Sie dokumentieren ihre Entdeckungen, bevor die geschichtlichen Überreste wieder im Boden verschwinden.

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