"Das ist unser absolutes Highlight", schwärmte Eva Hertlein. "Solch eine Vielfalt an Booten habe ich noch nie gesehen: So viele verschiedene Klassen. Und dann der Bodensee; da ist für jeden Platz und Raum." Die Urlauberin aus Franken war nach der Rundfahrt auf dem BSB-Schiff Uhldingen restlos begeistert, denn die Regatta im Rahmen der Internationalen Bodenseewoche wurde für Laien verständlich kommentiert. Und eben dies ist auch der Sinn der beliebten Wassersport-Großveranstaltung in Konstanz, denn neben den sportlichen Wettkämpfen wollen die Segler Interessierten ihr Hobby näher bringen.

Heiße Wettkämpfe

Und weitere Besucherreaktionen vom zweiten Tag der Bodenseewoche: Auch die Konstanzer lassen sich das Ereignis nicht entgehen. Ulla Müller, früher selbst Seglerin und Regattaleiterin, stellte fest: "Es ist einfach wunderbar, wenn wir so viele Schiffe auf dem See haben. Und ich treffe viele Bekannte." Thomas Keck kommt jedes Jahr, denn: "Man erlebt Wassersport in allen Facetten auf seine schönste Art: Ich erwarte heiße Fights bei den Regatten – wenn der Wind mitspielt. Und der Imperia­sprint der Ruderer fasziniert mich immer wieder: Mit welcher Geschwindigkeit die in den Hafen schießen." Mit Blick in den Konstanzer Hafen ist Ariane Wölber nur noch eines: "Stolz, am See geboren zu sein, auf das, was wir verkörpern und was wir lieben." Die Internationale Bodenseewoche sei ein sehr kommunikativer Treffpunkt, mit vielen Genuss- und vor allem unzähligen Erlebnismomenten.

Feuerwehr und DLRG präsentieren sich

Selbstverständlich sind die historischen und die hochmodernen Segelyachten, die ab dem späten Nachmittag wieder im Hafen liegen, ein Magnet. Tagsüber können alle Interessierten aber auch Einsatzschiffe, darunter das Löschboot der Feuerwehr Konstanz sowie die Polizeiboote der Wasserschutzpolizei Konstanz und der Seepolizei Thurgau besichtigen. Spannend und interessant sind aber auch die Präsentationen mit Einsatzfahrzeugen von Feuerwehr, DLRG und Malteser Hilfsdienst auf dem Vorplatz des Sealife Centers.

Die Rettungsdrohne kommt

Wenn alles nach Plan läuft, können die Besucher am Sonntag um 11.20 Uhr am Hafenbecken Zeugen einer kleinen Premiere werden. Clemens Menge von der DLRG möchte den Einsatz einer Rettungsdrohne vorstellen. Drohnen können nämlich künftig bei Wasser- und Eisrettungseinsätzen überaus hilfreich sein. Mittels der integrierten Kamera könnten beispielsweise Eislöcher ausgemacht werden, ohne dass sich die Einsatzkräfte in Gefahr bringen. Auch das Abwerfen einer Rettungsweste von der Drohne sei möglich, so Menge.

 

Video: Jürgen Rössler