Gebadet wird aktuell aufgrund der Corona-Krise in keinem Freibad. In Engen wäre das im Moment aber auch ganz ohne das Virus nicht möglich. Der Grund: Die Rohrleitungen im Erlebnisbad verlieren Wasser. Bekannt ist das schon seit der vergangenen Badesaison, in der der Betrieb nur durch eine Notreparatur weiterlaufen konnte.

Sanierung deutlich aufwendiger als geplant

Grundlegende Reparaturarbeiten an den Leitungen, so Stadtbaumeister Matthias Distler im Gemeinderat, seien nur im Frühjahr möglich, wenn die Schwimmbecken leer sind. Im Winter sind diese aus Frostschutzgründen mit Wasser gefüllt.

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Um an die Rohrleitungen zu gelangen müssten diese aufgegraben und freigelegt werden. Während der Arbeiten habe die ausführende Firma festgestellt, dass der Sanierungsaufwand deutlich höher ist als zunächst angenommen. Distler verglich die aktuelle Situation mit dem sprichwörtlichen „Fass ohne Boden“. Mittlerweile seien alle in Frage kommenden Rohrverbindungen erneuert worden. Doch die durchgeführten Druckprüfungen hätten immer noch einen Wasserverlust ergeben.

Untersuchung mit Kameras nicht möglich

Eine Untersuchung der Leitungen per Kamera mache leider keinen Sinn, so der Stadtbaumeister auf die Nachfrage von UWV-Rat Peter Kamenzin. Die Kunststoffrohre, die man vor gut 30 Jahren eingesetzt habe, seien schwarz, Mit einer Kamera könne man hier deshalb keine Lecks erkennen. Nach Distlers Einschätzung kann sich der Schaden jetzt nur noch auf einer Rohrlänge von 25 Metern befinden, die direkt zum Becken führen.

Er rechnet aktuell mit Mehrkosten für die Sanierung von rund 50.000 Euro. „Es kann aber auch noch teurer werden“, so Distler. Laut der Sitzungsvorlage war zunächst mit Kosten von 96.000 Euro gerechnet worden. Das Schwimmbad soll, natürlich abhängig von den aktuellsten Corona-Bestimmungen, ab Mitte Juni öffnen können. Der Gemeinderat stimmte den überplanmäßigen Ausgaben zu.

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