2019 ist für Tonja Sailer ein sehr gutes Jahr: Im März war ihre Hochzeit, im Mai die Wahl zur Gemeinderätin und im Juni wurde sie Mutter eines Sohnes. Sie habe nicht ­damit gerechnet, so viele Stimmen bei der Kommunalwahl zu bekommen, aber freue sich sehr, erzählt die 41-­Jährige.

Tonja Sailer ist zugezogen, aber beschreibt ihren Wohnort Bodman als ihren Traumort. Früher habe sie auch mal ein Jahr lang in Ludwigshafen gewohnt. Christoph Leiz habe sie im ­vergangenen Jahr angesprochen, ob sie nicht kandidieren wolle. Sie habe ja gesagt, weil sie etwas für die ­Gemeinschaft und Umwelt tun wolle. Als Beispiele nennt sie Stromzapfsäulen für die ­Elektromobilität und Elektrobusse, die in der Gemeinde­ ­fahren könnten. Und es sei ihr wichtig, dass der Feuerwehrbedarfsplan eingehalten we­rde.

„Ein Problem ist auch zu wenig sozialer Wohnungsbau“, sagt sie. Sie halte es für wichtig, dass sich alle die Miete leisten könnten. Neulich habe die Grünen-Fraktion auch einen Antrag für Verbesserungen am Spielplatz am Bodmaner Uferpark eingereicht. „Viele Eltern wünschen sich eine Rutsche bei den beiden Häuschen. Und vielleicht einen kleinen Sandkasten.“

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Und wie klappt es, gleichzeitig eine frischgebackene Mutter und neugewählte Gemeinderätin zu sein? „Mein Mann passt dienstagabends, wenn Sitzungen sind, auf unseren Sohn Louis auf“, erklärt sie. Ihr Mann sei sehr stolz darauf, dass sie gewählt worden sei. Er selbst habe früher auf der Liste der Freien Wähler gestanden.

In der Sommerpause konnte ­Tonja Sailer viel Zeit mit ihrem Baby verbringen. Alles konnte sich im Alltag gut einspielen. Außerdem ist die Bodmanerin, die als Dispoleiterin in einem Autohaus arbeitet, nun in den kommenden drei Jahren in Elternzeit. Da könne sie sich auf ihr Kind und ihre neue Aufgabe als Gemeinderätin von Bodman-Ludwigshafen ­konzentrieren. Sie habe sich auch bereits gut in die ­Arbeit im Gremium einfinden können.

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