Sollen vollständig gegen Corona geimpfte und von Corona genesene Menschen ihre Grundrechte vollständig zurückerhalten? Warum überhaupt darüber diskutiert wird, verstehe ich nicht. Es kann nur eine Antwort geben: Ja, natürlich!

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Worum geht es? Wir befinden uns in einer Pandemie. Um möglichst viele Tote zu verhindern, wurden die Grundrechte teilweise eingeschränkt. Das ist hart, das ist in einer freien Gesellschaft äußerst heikel, das ist dennoch nachvollziehbar. Wichtig ist: Einschränkungen müssen sofort aufgehoben werden, wenn das Gesundheitsargument nicht mehr greift. Bei Geimpften und Genesenen ist genau das der Fall. Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand, den auch das Robert-Koch-Institut (RKI) so benennt, ist bei den genannten Gruppen ein schwerer Covid-Verlauf so gut wie ausgeschlossen. Auch eine Übertragung des Virus von Geimpften wird „in hohem Maße durch eine Impfung verhindert“. Die Frage muss also eher lauten: Wann ist es gerechtfertigt, die Rechte einzuschränken?

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Nun sagen einige, das sei unfair, nicht jeder habe bislang ein Impfangebot erhalten. Es gebe also keine Chancengleichheit. Das ist richtig. Aber ist das ein Grund, die Rechte der Geimpften und Genesenen noch länger einzuschränken? Was hätten Ungeimpfte davon? Nichts!

Es geht letztlich darum, diese Pandemie so schnell und sicher wie möglich zu beenden. Besser ist es deshalb, wenn zumindest ein Teil der Gesellschaft – der mit fortschreitender Zeit immer größer wird – langsam zurück ins normale Leben kehrt. Wir alle mussten in den vergangenen eineinhalb Jahren Einschränkungen in Kauf nehmen. Gönnen wir es denen, für die das ein Ende hat und freuen wir uns auf die Zeit nach Corona. Denn eins ist klar: Impfneid würde die Leidenszeit für viele nur verlängern. Und das kann nun wirklich keiner wollen.