Die FDP-Fraktion im Gemeinderat steht klar hinter dem Bau der Straße zwischen dem Industriegebiet Ost und der Bundesstraße 523. das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Die Liberalen lehnen den Antrag der Fraktionen der Freien Wähler, SPD und Grünen im Gemeinderat von Villingen-Schwenningen ab.

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Ohne diese Verbindung zwischen dem Industriegebiet und der geplanten Verlängerung der Bundesstraße 523 zur B 33, dem sogenannten Lückenschluss, dessen Vollendung allerdings noch in weiter Ferne steht, rolle der Schwerlastverkehr der Industriebetriebe durch die Weilersbacher Straße. Fraktionssprecher und Landtagskandidat Frank Bonath erinnert daran, dass erst im Januar dieses Jahres über die Anbindung abgestimmt wurden – damals mit einer breiten Zustimmung. „Zwischen Januar und heute hat sich nichts verändert, was eine erneute Abstimmung begründen könnte. Dieses Projekt ist eine wichtige Infrastrukturmaßnahme und eine Investition in den Standort Villingen-Schwenningen. Fällt diese Investition weg, bleibt das Defizit der Stadt unverändert, da es keine Konsumausgabe ist.“ erklärt Frank Bonath die Sicht seiner Fraktion.

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Das Projekt wurde in der gleichen Sitzung wie der Gesamthaushalt der Stadt verabschiedet. Damit seien auch die weiteren Planungsschritte des Ingenieurbüros beauftragt worden. „Wir brauchen für Villingen-Schwenningen endlich konkrete Ziele und Visionen, wo wir mit dieser Stadt in zehn bis 20 Jahren stehen wollen“, betont Bonath in der Pressemitteilung. Es seien schon jetzt unnötig Bäume gefällt worden, außerdem wurde „bereits Geld investiert, ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen, sollte der Antrag der drei Fraktionen eine Mehrheit erlangen“.

CDU positioniert sich später

Die Bündnisgrünen Freien Wähler und die SPD haben im VS-Gemeinderat eine knappe Mehrheit, falls kein Stadtrat ausschert. Die CDU hat sich zu der Diskussion noch nicht geäußert. „Das werden wir machen, wenn der Antrag auf der Tagesordnung des Gemeinderats steht“, betont auf Anfrage der CDU-Fraktionssprecher Klaus Martin. Vor allem werden die Christdemokraten dann mit dem Gewerbeverband Oberzentrum (GVO) sprechen, einem Befürworter der neuen Verbindung. Der GVO hatte bereits Alternativen gefordert, sollte die Straße, die nach aktuellem Stand zehn Millionen Euro kostet, in dieser Form nicht zustande kommen.

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