Eigentlich hätte in dieser Woche die Corona-Badesaison im Villinger Kneippbad starten sollen (wir berichteten). So war zumindest der Plan der Stadtwerke. Alles ist vorbereitet.

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Doch noch fehlt das Ergebnis einer Legionellen-Untersuchung, ohne das das Gesundheitsamt kein grünes Licht für das Badevergnügen geben darf. Dass dieser Test negativ ausfallen könnte, daran glaubt Stadtwerke-Geschäftsführer Ulrich Köngeter nicht, zumal das Bad mit neuster Technik für fünf Millionen Euro ausgestattet sei. Vielmehr rechnet er mit einem positiven Bescheid Ende dieser Woche. „Am kommenden Montag öffnen wir dann“, da sind sich Köngeter und Oberbürgermeister Jürgen Roth sicher.

Video: Fröhlich, Jens

Saisonstart: Das Bad hat ab Montag, 22. Juni, jeweils von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Frühschwimmen, Schul-, Wettkampf- und Vereinssport seien aufgrund der Corona-Situation derzeit leider nicht möglich, so Köngeter und Roth. Froh sind die beiden darüber, dass man das Bad ohne ein Schichtmodell öffnen könne, anders als das in vielen anderen Bädern im Land umgesetzt werde. Eine Zeit-Beschränkung gebe es nicht. So erhöhe man, vor allem für Familien und Kinder, die Qualität des Aufenthalts, erklärt der OB. Gerade in der jetzigen Zeit mit vielen Einschränkungen sei ihm das wichtig. Am 20. September endet die Badesaison.

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Preissenkung: Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer werde man an die Badbesucher weitergeben, so Köngeter und Roth. Der Eintrittspreis von 4,80 Euro reduziert sich somit ab dem 1. Juli auf 4,70 Euro. Das Familienticket kostet nur noch 12,80 Euro, anstatt 13 Euro. Die Buchung und die Bezahlung der Eintrittskarten ist bequem über die Internetseite www.baeder-vs.de möglich. Freie Plätze werden auch direkt an der Kasse vergeben. Dort müssen Gäste allerdings einen Zettel mit ihren Kontaktdaten ausfüllen und abgeben.

Diese Preise gelten bis Ende Juni, dann wird es billiger.
Diese Preise gelten bis Ende Juni, dann wird es billiger. | Bild: Fröhlich, Jens

Der Bad-Bus: Bei einem Rundgang durch das Kneippbad stellten Köngeter und Roth auch eine neue Buslinie vor. Ein Angebot, das sich vor allem an die Schwenninger Bürger richtet, denen in diesem Sommer kein öffentliches Bad zur Verfügung steht, denn nur das Villinger Freibad wird öffnen. Demnach soll in den Sommerferien ein Bus vom Neckarbad, über die beiden Bahnhöfe bis zum Kneippbad fahren und zurück. Die Mitfahrt ist für Freibad-Gäste kostenlos. Voraussetzung ist ein Onlineticket, oder eine gültige Bäderkarte. Welcher Takt gefahren wird und welche Stationen genau angesteuert werden, sei noch in der Planung.

Betriebsleiterin Natascha Toninger, Oberbürgermeister Jürgen Roth und Stadtwerke-Geschäftsführer Ulrich Köngeter freuen sich, dass die Badesaison nun endlich starten kann. Es gelten jedoch strikte Regeln für die Badegäste, wie zum Beispiel dieser Verkehrsplan im Schwimmerbecken.
Betriebsleiterin Natascha Toninger, Oberbürgermeister Jürgen Roth und Stadtwerke-Geschäftsführer Ulrich Köngeter freuen sich, dass die Badesaison nun endlich starten kann. Es gelten jedoch strikte Regeln für die Badegäste, wie zum Beispiel dieser Verkehrsplan im Schwimmerbecken. | Bild: Fröhlich, Jens

Einschränkungen: Maximal 620 Gäste dürfen sich gleichzeitig im Bad aufhalten. Der aktuelle Stand der Besucherzahlen wird stets aktuell über die Internetseite sowie über einen Aushang am Zuweg zum Bad veröffentlicht. So sollen unnötige Wartezeiten und Enttäuschungen vermieden werden.

Bereits am Zuweg zum Bad werden Badegäste darüber informiert, wie viele freie Plätze noch vorhanden sind. Es dürfen maximal 620 Gäste gleichzeitig ins Bad.
Bereits am Zuweg zum Bad werden Badegäste darüber informiert, wie viele freie Plätze noch vorhanden sind. Es dürfen maximal 620 Gäste gleichzeitig ins Bad. | Bild: Fröhlich, Jens

Um die Becken wurde ein weißer Bauzaun gezogen, damit die Anzahl der Personen im Wasser reguliert werden kann. „Der schönste, der im Verleih noch zu bekommen war“, so Köngeter. Erlaubt sind 100 Menschen im Schwimmer- und 60 im Nichtschwimmerbecken.

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Ein Wechsel zwischen den Becken ist nicht erlaubt. Wer ins Wasser möchte, muss den Eingang auf der Seite der Liegewiese passieren. Dort wird die Personenzahl für beide Becken protokolliert. Der Ausgang befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite, um Begegnungen zu reduzieren. Im gesamten Schwimmbadbereich gelten zudem die gängigen Corona-Regeln.

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Umkleide und Duschen: Die Sammelumkleiden bleiben geschlossen. Auch der Warmwasser-Duschbereich ist gesperrt. Gäste müssen vielmehr die kalten Duschen nutzen, die um die Becken verteilt zur Verfügung stehen. Die Benutzung von Duschgel ist dort allerdings nicht erlaubt. Wertsachen können wie gewohnt in Spinden verstaut werden, die jedoch reihenweise und abwechselnd freigegeben werde, da nach jeder Nutzung eine Desinfektion vorgeschrieben ist. Bei den Toiletten gilt: Nur jeweils zwei Personen pro Geschlecht dürfen die Anlage benutzen.

Sie Spindreihen werden immer abwechselnd geöffnet, da diese nach jeder Benutzung vom Personal desinfiziert werden müssen.
Sie Spindreihen werden immer abwechselnd geöffnet, da diese nach jeder Benutzung vom Personal desinfiziert werden müssen. | Bild: Fröhlich, Jens

Attraktionen: Imbissbude, Planschbecken, Matschspielplatz, Rutsche, Fußball und Tischtennisplatten stehen Benutzern zur Verfügung. Lediglich das Volleyball-Feld beleibt gesperrt, da hier Abstandsregeln nur schwer eingehalten werden können.

Vor dem Einlass müssen Badegäste einen Zettel mit persönlichen Daten ausfüllen.
Vor dem Einlass müssen Badegäste einen Zettel mit persönlichen Daten ausfüllen. | Bild: Fröhlich, Jens

Kontrollen: Damit sich Badegäste an die strikten Regeln halten, werden Attraktionen und einzelne Bad-Bereiche von Mitarbeitern überwacht. „Es wird auch Kontrollgänge über die Liegewiese geben“, sagt Betriebsleiterin Natascha Toninger. „Wir bitten die Menschen daher um Verständnis für die Mitarbeiter“, fügt Köngeter hinzu. Ohne Kontrollen und Regeln sei eine Badesaison in Corona-Zeiten einfach nicht möglich.

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