Seit dem 1. Januar gilt in der Doppelstadt das neue Stadtbuskonzept, welches 40 neue Haltestellen und einen einheitlichen 30-Minutentakt mit sich brachte. 2,3 Millionen Buskilometer sind pro Jahr kalkuliert. Vor der Umstellung waren es 1,3 Millionen Kilometer, inklusive der Rufbusse, die mit der Umstellung abgeschafft wurden.

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Dieses deutlich erweiterte Nahverkehrsangebot habe, wie Bürgermeister Detlev Bührer am Mittwoch bilanzierte, für viele positive Rückmeldungen bei Fahrgästen und Bürgern gesorgt. Gelobt wurde demnach vor allem die Abschaffung der Ferienfahrpläne, das erweiterte Wochenendangebot, die verlängerten täglichen Betriebszeiten sowie die Einbindung des Wohngebietes Eschelen mit dem Hochschulstandort.

Kritik: „Es gab aber auch viel Kritik, die uns in den ersten sieben Wochen erreicht hat“, so der Bürgermeister. Alle bislang eingegangenen Anregungen seien gesammelt und ausgewertet worden. Daraus schnürten die Verantwortlichen nun ein Maßnahmenpaket, welches die größten Probleme möglichst schnell in den kommenden drei Monaten aus dem Weg räumen soll.

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In Villingen: Hier seien mehrheitlich die Haltestelle Friedhof, einige Strecken in Wohngebieten sowie eine Anbindung an das Hoptbühl-Gymnasium bemängelt worden. „Etwa 90 Prozent der Anfragen bezogen sich auf diese Punkte“, erklärt Bührer. Die Friedhof-Anbindung über die Linien 3 und 4 könnte durch eine Änderung des Linienweges der Linie 11 bereits in einem Monat erreicht werden, so Alexander Schmid vom Grünflächen- und Tiefbauamt. Allerdings sei dies erst nach der B33-Sanierung sinnvoll, da die Haltestelle an der Hauptumleitungsstrecke liege. Die Linien 4, 5, 6 und 10 sollen durch neue Streckenführungen den Bereich Wöschhalde, Haslach und Goldenbühl besser anbinden. Verkürzte Fahrzeiten und eine Ankopplung des ehemalige Goldenbühlklinikums an die Wöschhalde seien die Folge. Auch das betreute Wohnen in der Karlsruher Straße sowie ein Einkaufszentrum sollen besser angebunden werden. Die Haltestelle in der Tribergerstraße fällt weg. Zwei bis drei Monate kalkulieren die Planer für die Umsetzung ein. Für Schüler aus der Hammerhalde gibt es ebenfalls eine gute Nachricht. Ein ohnehin benötigter Zusatzbus werde einfach 15 Minuten früher fahren, so Schmid. Zeitnah soll auch der Erikaweges im Kurgebiet durch eine Änderung des Linienweges besser eingebunden werden.

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In Schwenningen: Rund drei Monate veranschlagt Schmid für eine Verbesserung im Bereich Rieten auf Linie 13 durch eine Änderung des Linienweges. Damit soll die Anbindung Hochschule, Gluckenstraße und Rietenzentrum optimiert werden. Die Frühanbindung des Busbahnhofes Schwenningen zum Bahnhof Villingen könne dagegen relativ schnell umgesetzt werden, so Schmid. Dadurch sollen Fahrgäste den Zug in Richtung Karlsruhe rechtzeitig erreichen. Über eine Fahrplananpassung im Bereich Deutenberg und Neckarschule sollen Schüler bald wieder rechtzeitig ihre Schule erreichen. Allerdings wird ein Umstieg nötig sein.

Zwischenbilanz: Viele Verbindungen seien heute schneller, die Fahrzeiten verlässlicher und einheitlich. Fahrgastzahlen gebe es jedoch noch nicht, so Bührer. Es sei auch nicht sinnvoll, nach so kurzer Zeit Schlüsse zu ziehen. Bis eine aussagekräftige Zwischenbilanz möglich sei, müsse man dem neuen Konzept mindestens zwei Jahre Zeit geben. „Wir können auch nicht alle Anliegen berücksichtigen“, so Bührer. Die umfassenden Verbesserungen des Angebotes würden an manchen Stellen auch Nachteile mit sich bringen. „Das können wir leider nicht ändern.“ Bührer wünscht sich jedoch, dass Bürger sich weiterhin mit ihren Anliegen an die Verwaltung wenden. „Nur dann können wir diese berücksichtigen.“

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