Wenn Kinderaugen leuchten, dann hat man garantiert alles richtig gemacht. So war das auch am Mittwoch in der Nachsorgeklinik Tannheim. Über 100 Kinder und Erwachsene waren dabei, als der neue Erlebnis-Parcours feierlich eröffnet wurde.

Bild: Hans-Juergen Goetz

Zu diesem Anlass war auch die Mannschaft des VfB Stuttgart angereist, was bei den Kindern besonders gut ankam.

Das könnte Sie auch interessieren

Erlebnis-Parcours: Kernstück des neuen Erlebnis-Parcours ist die rund 200 Meter lange Seilbahn, die sich von der westlich gelegenen Miniatur-Ritterburg bis zum neu erbauten und rund zehn Meter hohen Holzturm nahe der Klinik spannt. Hoch über dem Boden können hier künftig drei Therapeuten mit Patienten arbeiten. Die Anlage besteht aus insgesamt drei Elementen. Seilbahn mit Turm, einem Hochseilgarten und verschiedenen Balance-Geräten. Die Bauarbeiten sind nahezu abgeschlossen, nur die TÜV-Abnahme sei noch offen, so Geschäftsführer Roland Wehrle.

Bild: Hans-Juergen Goetz

Daher musste auch ein Mitarbeiter der Baufirma mit VfB-Fahne in der Hand die rasante Jungfernfahrt antreten und nicht ein Spieler. Die Geräte am Boden können immer genutzt werden, die hohen Bereiche nur unter Anleitung und mit Absicherung. „Hier lassen sich Gleichgewicht und Balance trainieren. Spaß und Erlebnis sind ebenfalls wichtige Faktoren in der Therapie“, erklärt Geschäftsführer Thomas Müller.

Das könnte Sie auch interessieren

Spenden: Den Großteil der Kosten für die 150.000 Euro teure Anlage stammt aus Spenden der SÜDKURIER-Leser. Stolze 110 000 Euro flossen aus der Weihnachts-Spendenaktion 2018 in das Projekt. Jeweils 20.000 Euro steuerten der VfB Stuttgart sowie die Sparda-Bank Baden-Württemberg bei, die die Klinik ebenfalls seit vielen Jahren unterstützen.

Bild: Hans-Juergen Goetz

VfB Stuttgart: Besonderer Höhepunkt war der Besuch der Fußball-Profis vom VfB Stuttgart. Fast alle Spieler, die Trainer und Maskottchen Fritzle waren an Bord des Mannschaftsbusses, der gegen 11 Uhr vor der Klinik eintraf. Begrüßt wurde die Mannschaft von den Klinik-Geschäftsführern sowie von ganz vielen neugierigen Kindern und ihren Eltern.

Bild: Hans-Juergen Goetz

Nachdem alle zusammen bunte Luftballons in den Himmel hatten steigen lassen, stand eine Autogrammstunde im SÜDKURIER-Saal sowie Fußball-Spielen und Mittagessen zusammen mit den VfB-Profis auf dem Programm. Gut 200 T-Shirts und Fähnchen hatten die Kicker mitgebracht, die sie für die kleinen Fans mit Unterschriften und Widmungen signierten.

Bild: Hans-Juergen Goetz

„Dieses Projekt ist überragend. Es ist toll, dass man die Menschen so unterstützen kann. Das ist wichtiger als Fußball“, sagt Cheftrainer Tim Walter.

Bild: Fröhlich, Jens

Mittelstürmer Mario Gómez war 2018 schon einmal hier: „Es ist super, wenn man die strahlenden Kinderaugen sieht. Dann macht man das gerne.“ Auf dem Fußballplatz hatte Gómez sichtlich Spaß, mit den Kindern zu kicken.

Bild: Hans-Juergen Goetz

Er verzichtete sogar auf seine angestammte Position. Im Tor musste er jedoch ein ums andere Mal Schüsse der Kinder passieren lassen. Zwei Stunden nahmen sich die Profis Zeit für die Kinder. Danach ging es mit dem Bus zurück, wo am Nachmittag noch eine Trainingseinheit geplant war.