• Das steckt dahinter: Der SÜDKURIER hat bei der Leiterin der Volkshochschule, Ina Schweizer, nachgefragt, was hinter diesen Plänen steckt. „Wir haben hier am jetzigen Standort keinrlei Entwicklungsmöglichkeiten, wir haben zu wenige und beengte Unterrichtsräume und wir sind nicht barrierefrei“, zählt Schweizer auf. Auf vier Stockwerken verteilen sich am Münsterplatz acht Unterrichtsräume auf einer Fläche von 344 Quadratmetern. Hier und in Räumen im Gymnasium am Romäusring, die mitgenutzt werden können, haben 2017 373 Kurse stattgefunden, die von 3287 Teilnehmern besucht worden sind. „Das ist wirklich ein umfangreiches Programm, das wir hier in Villingen anbieten“, erläutert Martin Propp, der bei der Volkshochschule für die Verwaltung zuständig ist. Für alle Kunstkurse hat die Volkshochschule ein Atelier in Schwenningen angemietet, dieses könnte auch in der französischen Schule untergebracht werden. So würden Mietkosten von rund 12 500 Euro im Jahr wegfallen. In keinster Weise berührt von diesen Plänen ist der Standort der VHS im Stadtbezirk Schwenningen: „Der bleibt natürlich vollumfänglich erhalten“, betont Ina Schweizer.
  • Die französische Schule: Die Ecole Romäus sei ein echter Glücksfall, schwärmt Ina Schweizer und biete alle Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Bildungsbetrieb. Dort sind 13 große, barrierefreie Unterrichtsräume vorhanden und vor allem auch ein großer Parkplatz. „Da unsere Teilnehmer auch zunehmend älter werden, ist die gute Erreichbarkeit eine wichtige Voraussetzung“, so Schweizer. Das sei am Münsterplatz auch ein Problem. Allerdings gibt es noch keine Kostenschätzungen für einen Umbau. Klar ist, dass dieses Gebäude seit einigen Jahren leer steht, übergangsweise für die Essensausgabe für Flüchtlinge genutzt worden ist und sicher aufwändig saniert werden muss. „Wir haben uns alles angeschaut, aber natürlich ist noch nicht gerechnet worden“, so Schweizer. Ihr geht es vor allem darum, dass die Stadt das Gebäude kauft, das sich im Besitz der Bima befindet, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
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  • Schwierige Belegung: Bei der VHS ist die Verteilung der Kurse im Gebäude am Münsterplatz immer ein großer Aufwand, da es nur einen wirklich großen Unterrichtsraum im Erdgeschoss gibt. „Dieser ist im Moment vor allem durch Integrationskurse belegt“, so Martin Propp. So müsse die Verwaltung viel jonglieren, um alle Kurse bedarfsgerecht unterzubringen. Wenn in einem kleineren Raum beispielsweise der Beamer genutzt werden solle, müsse sich die Hälfte der Kursteilnehmer umsetzen, um etwas lesen zu können. Ina Schweizer betont, dass die Kursteilnehmer ja für ihre Weiterbildung bezahlen und dafür auch etwas erwarten.
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  • Auswirkungen auf die Bibliothek: Durch einen möglichen Auszug der Volkshochschule könnte dieses Gebäude eventuell von der Bibliothek genutzt werden, die ebenfalls seit Jahren unter Raumproblemen leidet und quasi aus allen Nähten platzt.