Am kommenden Montag erreicht die doppelstädtische Fridays For Future-Bewegung (FFF) einen neuen Höhepunkt: Die Ortsgruppe veranstaltet von Montag bis Freitag eine große Aktionswoche in der Innenstadt, bevor am Freitag eine Großdemonstration mit Gruppen aus ganz Baden-Württemberg den Schlusspunkt setzt.

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Der Marktplatz verwandelt sich mit Sitzmöbeln uns Paletten in ein großes Wohnzimmer-Camp, es gibt Podiumsdiskussionen und Workshops – die kommende Woche steht ganz im Zeichen des Klimaschutzes. Eine Mahnwache rund um die Uhr bildet den Rahmen der Aktion. Organisiert wird das Großprojekt von 14 jungen Menschen aus der lokalen FFF-Gruppe. Wie stellen einige von ihnen und vor.


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  • Helena Lützow: Die 17-jährige Waldorfschülerin bildet zusammen mit Henrike Schnotz „die Küchen-AG“, wie sie selbst sagt. Die beiden sind federführend für die Verpflegung der angemeldeten Tages- und Übernachtungsgäste zuständig. Gekocht wird in der Johanneswerkstatt der Johanneskirche, das Essen stammt überwiegend aus Spenden vom Wochenmarkt und örtlichen Geschäften und Bäckereien. Helena Lützow lebt auf dem Untermühlbachhof in Peterzell, ist es von zu Hause gewohnt, auch mal für die 15 Frau und Mann starke Hofgemeinschaft zu kochen. Gekocht werde „halbwegs spontan“, je nachdem, was an Spenden kommt, angeboten werden vegetarische und vegane Gerichte. Helena sieht der Aufgabe gelassen entgegen. Allerdings: „Wir brauchen noch Küchenhelfer. Leute die spülen, Leute, die Gemüse schnippeln.“ Wer mithelfen möchte, kann sich bei der Gruppe melden (siehe Infokasten).
Video: Göbel, Nathalie
  • Jonas Klein: Der 17-Jährige ist der Finanzchef des Projekts, war bei der Formulierung der lokalen Forderungen zum Klimaschutz beteiligt, hat sich um die Anmeldungen der Teilnehmer gekümmert und ist für die Kommunikation mit den anderen Ortsgruppen aus ganz Baden-Württemberg zuständig, die am Freitag erwartet werden. Außerdem ist er der Ansprechpartner für die Presse.
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  • Lea Hüttl ist 18 Jahre als und gehört im Helferkreis zu den Springern. „Ich war bei den lokalen Forderungen dabei und habe dafür die Powerpoint-Präsentation zusammengestellt“, sagt die Waldorfschülerin. Die Übergabe der lokalen Forderungen an Kommunalpolitiker, an denen die Gruppe bereits seit Mai arbeitet, wird sie außerdem gemeinsam mit Helena Lützow moderieren.
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  • Dominik Dengner ist 21 Jahre alt und kommt aus Schwenningen. Der angehende Abiturient ist für die Programmplanung zuständig. „Ich hatte schon ein paar schlaflose Nächte“, sagt er lachend. Was ihn besonders freut: Die Begeisterung bei allen, die zur Teilnahme angefragt wurden, sei groß gewesen. „Viele Leute haben sich auch privat gemeldet und Hilfe angeboten, der Bund für Umwelt und Naturschutz stellt uns einen Workshopleiter zur Verfügung, das ist echt klasse.“ Woran es noch fehlt: Für den Poetry Slam am Dienstagabend auf dem Marktplatz (Latschariplatz) werden noch Poetry Slammer gesucht, die das Programm bereichern. Anmelden kann man sich bei der Ortsgruppe (siehe Infokasten), aber auch spontane Beiträge sind willkommen.
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  • Amarin Lawton (17) aus Schwenningen ist Springer, hat „hier und da mitgeholfen“, aber vor allem ist er für die verschiedenen Aktionen zuständig. Vor einem Monat hat er die Gruppe „Artists For Future“ mit ins Leben gerufen, die sich als künstlerischer Ableger der Fridays For Future-Bewegung sieht. Eine Aktion geht auf eine Idee von Helena Lützow zurück: Jeder, der kommende Woche beim FFF-Camp vorbeischaut, ist eingeladen, eine Topfpflanze mitzubringen. „Aber bitte nicht im Plastiktopf.“ Die Idee: Der Marktplatz soll an den fünf Tagen eine Art blühendes Wohnzimmer werden. „Und die eine oder andere Überraschung haben wir auch noch“, verrät der Waldorfschüler.
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  • Markus Teichmann aus Schonach beginnt in wenigen Tagen sein Lehramtsstudium für Mathematik und Informatik in Karlsruhe. Bis dahin ist der 20-Jährige aber noch voll und ganz für Fridays For Future aktiv. Er hält die Fäden rund um die Technik und Ton in der Hand und sorgt dafür, dass alles, was Strom braucht, ordentlich verkabelt wird. In Frank Duden aus Immendingen hat die Gruppe einen großzügigen Unterstützer, der sein ganzes technisches Equipment zur Verfügung stellt. Ins Schwitzen kam Markus Teichmann dennoch: „Wir bekamen mehrere kurzfristige Absagen“, sagt er. So musste auf die Schnelle noch ein Mischpult neu organisiert und abgeholt werden.
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  • Henrike Schnotz aus Villingen wird zusammen mit Helena Lützow für die Verpflegung sorgen, war aber auch bei der Programmgestaltung und der Anmeldeabwicklung für die Übernachtungsgäste aktiv. Außerdem hat die 17-jährige Zinzendorfschülerin zahllose E-Mails an Geschäfte geschrieben und um Lebensmittelspenden gebeten. „Das war oft gar nicht so einfach, weil viele Chefs im Urlaub waren und somit der Ansprechpartner fehlte.“
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