Schlechte Nachricht für die Autofahrer in der Stadt: Die Brücke in der Peterzellerstraße bleibt voraussichtlich bis 19. Dezember gesperrt. Das heißt, dass in den Stoßzeiten weiterhin mit Staus vor allem im Bereich der Richthofenstraße und am Krebsgraben gerechnet werden muss. Dessen nicht genug: Die Brücke ist in ihrer Tragfähigkeit so stark angegriffen, dass ab sofort keine schweren Lastwagen mehr darüber fahren dürfen. Fällig wird eine umfassende Sanierung des Bauwerks. Doch bis wann diese erfolgt, lässt sich derzeit noch gar nicht absehen.

Wie bereits diese Woche berichtet, haben Bauexperten bei der Erneuerung der Asphaltschicht an dem Brückenbau festgestellt, dass die Brücke in weitaus größerem Umfang geschädigt ist als zunächst vermutet. Statiker entnahmen daher Bohrkerne und prüften in den vergangenen Tagen, wie tragfähig diese Brücke überhaupt noch ist. Das Ergebnis ist ernüchternd. "Die Tragfähigkeit der Brücke wurde durch große Salzeintragung stark beeinträchtigt", berichtete gestern die Pressesprecherin der Stadtverwaltung, Madlen Falke. Das ganze Ausmaß sei erst jetzt im Zuge der Bauarbeiten sichtbar geworden.

Staus in der Richthofenstraße sind seit Tagen zu den Stoßzeiten die Folge der Brückensperrung in der Peterzellerstraße.
Staus in der Richthofenstraße sind seit Tagen zu den Stoßzeiten die Folge der Brückensperrung in der Peterzellerstraße. | Bild: Hans-Juergen Goetz

Die Folgen sind nun drastisch. Die Brücke, die bisher mit Fahrzeugen bis 45 Tonnen befahren werden konnte, muss entlastet werden. Die Stadt wird daher als Sofortmaßnahme die Durchfahrt auf Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen begrenzen. Der Schwerverkehr muss künftig über die Straße am Krebsgraben und den Außenring umgeleitet werden. Aus diesem Grund wird die Fahrbahn auf der Brücke pro Fahrbahn auf 2,50 Meter Breite eingeengt. Erst wenn das Brückenbauwerk umfassend generalsaniert ist, kann der Verkehr dort wie gewohnt fließen. Ob diese Sanierung, die vermutlich einen Millionenbetrag verschlingt, allerdings im Jahr 2019 realisiert werden kann, ist derzeit nicht absehbar.

Baufirma kann nicht

Kurzfristig ergibt sich noch ein weiteres Problem. Aufgrund der Zeitverzögerung infolge der statischen Untersuchungen kann die beauftragte Baufirma die Asphaltierung des Brückenbelags, an sich eine Affäre von zwei Tagen, derzeit nicht abschließen. Sie ist abgerückt, um anderen Verpflichtungen nachzukommen. Deshalb können die Arbeiten erst am 18. und 19. Dezember erfolgen. Solange die Baustelle ruht, bleibt die Brücke komplett gesperrt. Und solang bleibt die Umleitung bestehen und die Staus in den Stoßzeiten. Und sollte es am 19. Dezember Schnee und Frost haben, muss die Asphaltierung witterungsbedingt erneut verschoben werden, bis das Wetter mitspielt. Keine schönen Aussichten also für die Verkehrsteilnehmer. Der einzig positive Aspekt: Die Autofahrer kennen inzwischen die Baustelle und das anfängliche Verkehrschaos hat sich weitgehend erübrigt. Die Stadt hat zudem die anfangs unzreichende Umleitungsbeschilderung verbessert.