Die Stadt ist in intensiven Verhandlungen mit der Bima, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, um den Kauf der ehemaligen französischen Schule Ecole Romäus unter Dach und Fach zu bekommen. Dies teilte auf Anfrage Jörg Röber von der Stadtverwaltung mit. Hintergrund ist der Beschluss des Gemeinderates vom Oktober 2018, dass die Stadt die Schule erwerben soll. Laut Röber hat die Stadt bereits 2014 und dann nochmals präzisiert im März 2015 den so genannten Erstzugriff angemeldet. Die ehemalige Schule wäre ein idealer Standort für die Volkshochschule, die gerne umziehen würde, da das Gebäude am Münsterplatz nur bedingt geeignet ist für den Unterricht und auch viel zu wenig Platz bietet.

Jetzt hat sich auch der FDP-Stadtrat und Bundestagsabgeordnete Marcel Klinge eingeschaltet und sich mit einem Schreiben im November 2018 direkt an die Bima gewendet. Jetzt teilt er in einer Presseerklärung mit: "Die Chancen für einen zügigen Verkauf an unsere Stadt stehen sehr gut." Jetzt hat er eine Antwort erhalten und sagt: "Die Bima wird unserer Stadt gerne das Erstzugriffsrecht gewähren und sieht einem zeitnahen Verkauf zuversichtlich entgegen." Das seien gute Nachrichten für den Bildungsstandort VS, so der Liberale. "In der ehemaligen französischen Schule sollte möglichst bald wieder gelernt und gelehrt werden dürfen. Das sollten wir jetzt alle gemeinsam anpacken", so Klinge.

Wie Jörg Röber dem SÜDKURIER mitteilt, läuft derzeit in enger Zusammenarbeit zwischen Bima und dem städtischen Gutachterausschuss die Wertermittlung des Gebäudes. Diese Wertermittlung sei eine Voraussetzung für konkrete Kaufpreisverhandlungen.

Der Gemeinderat hat auch dafür ausgesprochen, dass die Verwaltung eine Planung für die Unterbringung der Volkshochschule im Stadtbezirk Villingen in der französischen Schule auf den Weg bringt. Alternativ solle auch eine mögliche Schulnutzung geprüft werden.

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Für die Volkshochschule sei die Ecole Romäus sei ein echter Glücksfall, schwärmt die Leiterin der Einrichtung, Ina Schweizer. Die Schule biete alle Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Bildungsbetrieb. Dort sind 13 große, barrierefreie Unterrichtsräume vorhanden und vor allem auch ein großer Parkplatz. "Da unsere Teilnehmer auch zunehmend älter werden, ist die gute Erreichbarkeit eine wichtige Voraussetzung", so Schweizer. Das sei am Münsterplatz auch ein Problem, neben den zu kleinen Unterrichtsräumen, die sich auf vier Stockwerke verteilen.

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