Wie sicher sind die Straßen in St. Georgen? Wie oft hat es gekracht und wie viele Menschen wurden dabei verletzt? Diese Fragen beantwortet die Verkehrsunfallstatistik 2019, die das Polizeipräsidium Konstanz veröffentlicht hat. Was dabei auffällt: Im Vergleich ihren Nachbarorten kracht es in der Bergstadt relativ häufig.

Die Statistik des Polizeipräsidiums Konstanz gibt für 2019 125 Verkehrsunfälle an – davon 90 innerorts. Das sind zwei mehr als im Vorjahr und drei weniger als der Jahresdurchschnitt 2015 bis 2019. Ähnlich sieht es mit den Verkehrsunfällen mit Personenschäden aus. 2018 erfasste die Polizei insgesamt 25 Unfälle solcher Art. 2019 waren es 31 und somit sechs mehr.

Polizei meldet mehr Verletzte

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten hat sich um zwei auf sieben und mit Leichtverletzten um einen auf 30 erhöht. Zurückgegangen sind lediglich ausschließlich die tödlichen Unfälle. Während es 2018 einen Unfall mit tödlichem Ausgang gab, verstarb laut Polizeistatistik 2019 keiner bei einem Verkehrsunfall.

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Im Vergleich mit den anderen Städten und Gemeinden im Schwarzwald-Baar-Kreis liegt St. Georgen mit rund 9,6 Verkehrsunfällen pro 1000 Einwohner auf dem siebten Platz von 20. Im Vergleich mit den angrenzenden Nachbarorten schneidet die Bergstadt allerdings wesentlich schlechter ab. Hier liegt St. Georgen auf der Liste der meisten Verkehrsunfälle auf Platz zwei – hinter Triberg mit 12,9 Unfällen pro 1000 Einwohner.

Alkohol ist selten involviert

Informationen über die Unfallursache gibt die Polizeistatistik für St. Georgen nicht. Wohl aber das Statistische Landesamt Baden-Württemberg. Laut diesem lagen im Jahr 2019 bei 52 Unfällen mit Personenschaden beziehungsweise schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden ein Fehlverhalten der Fahrer zugrunde. Schwerwiegender Unfall mit Sachschaden bedeutet, dass zumindest eine Ordnungswidrigkeit vorliegt und mindestens ein Fahrzeug abgeschleppt werden musste oder dass Alkohol oder Drogen im Spiel waren.

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Die häufigste Ursache war dabei das Nichtbeachten der Vorfahrt. 18 mal hat es deshalb in 2019 auf den Straßen von St. Georgen gekracht. Das ist ein deutlicher Zuwachs zu den vorherigen Jahren: 2018 waren es elf, 2017 13 und 2016 zehn Verkehrsunfälle wegen Vorfahrtsmissachtungen. Zu schnelles Fahren war 2019 für sechs Unfälle ursächlich. Alkohol spielte nur bei drei Unfällen eine Rolle. Ein zu geringer Sicherheitsabstand bei zwei.

Mehr Verletzte als im Vorjahr

Die Zahl der im Straßenverkehr verletzten Personen – sogenannte im Straßenverkehr verunglückte Personen – hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. 37 Personen – zwei mehr als 2018 – kamen laut dem Statistischen Landesamt im Jahr 2019 in St. Georgen zu Schaden. Darunter vier Kinder unter zehn Jahren – 2018 gab es keine Verletzten in diesem Alter – und eine Person unter 18 Jahren.

Zurückgegangen ist hingegen die Zahl von Menschen ab 65, die im Straßenverkehr verletzt worden sind: 2017 waren es noch zwölf und 2018 dann fünf. 2019 sank die Zahl abermals auf vier.

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