Felicitas Schück

Künftig wird es nur noch einen einheitlichen Tarif in der Region geben. Verkehrsminister Winfried Hermann unterzeichnete am Montag zusammen mit den Landräten Wolf-Rüdiger Michel (Rottweil), Stefan Bär (Tuttlingen) und Sven Hinterseh (Schwarzwald-Baar) die neue Satzung des Verkehrsverbundes Schwarzwald-Baar-Heuberg im Landratsamt in Villingen. Das Einheitsticket tritt am 1. Januar in Kraft. Move heißt der neue Tarif im Verbundgebiet.

„Ich glaube, dass wir heute wirklich einen großen Schritt tun“, sagte Hermann. „Ich bin sicher, dass das ein großer Gewinn für die Region ist.“ Der Verkehrsminister war sich sicher: „Move ist eine sehr junge Bezeichnung, die sich wahrscheinlich auch ins Schwäbische einschleichen wird.“

Das Einheitsticket verändere die Verhältnisse. Es werde kein Papierticket geben, sondern eine andere Form, aber ein Ticket werde es geben. „Eine neue Ära beginnt“, sagte Minister Hermann. 27 Zonen werden auf acht reduziert.

Und das 49-Euro-Ticket?

Landrat Sven Hinterseh, Hausherr und Vorsitzender des Zweckverbandes Ringzug, streifte gedanklich den Beginn der neuen Ära vor vier Jahren mit mehr als 150 Arbeitsgruppen. „Das Neun-Euro-Ticket hat uns nicht weitergebracht, das 49-Euro-Ticket können wir integrieren“, sagte Hinterseh. Er wies darauf hin, dass das neue Ticket in der Region noch günstiger sei. „Eine tolle Sache“, so Hinterseh.

Landräte und Kreisräte aller drei Landkreise verfolgten die feierliche Vertragsunterzeichnung im Sitzungssaal.
Landräte und Kreisräte aller drei Landkreise verfolgten die feierliche Vertragsunterzeichnung im Sitzungssaal.

Es gelte, die Menschen mit kostengünstigen Tarife in den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) zu locken, sagte Verkehrsminister Hermann. „Wir wollen, dass die Menschen umsteuern.“ Im Moment fänden 70 Prozent aller Fahrten mit dem eigenen PKW statt. Ziel sei, das auf 50 Prozent zu reduzieren. Für die Zukunft wünsche er sich, dass aus dem ÖPNV-Angebot ein umfassendes Verkehrsangebot für die Region werde. „Der moderne Mensch kommt nicht mit einem Verkehrsmittel aus“, deutete er an.

Finanzierung wird schwierig

In den nächsten Jahren werde das Land mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen haben. 180 Millionen Euro zusätzlich müsse der Landtag genehmigen. 50 Prozent über zehn Jahre werde das Land übernehmen, sagte Hermann, der den BW-Tarif erwähnte.

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Landrat Hinterseh bezeichnete das Land Baden-Württemberg als „Kirsche auf der Sahnetorte“ oder „Krönung“. „Wir wollen nicht die Kirsche sein, sondern ein fairer Partner“, stellte Minister Hermann klar. Landrat Wolf-Rüdiger Michael sprach von einem ganz großen Schritt in die richtige Richtung und sein Amtskollege Stefan Bär von einem Meilenstein für den ÖPNV.