Besonders die Flutkatastrophe im Ahrtal im Sommer 2021 machte deutlich, dass der THW-Ortsverband Villingen-Schwenningen seine Lager- und Transportkapazitäten dringend ausbauen und modernisieren muss. Als Erstes will man eine Wechselbrücke anschaffen.

Anhänger ist total veraltet

Auf dem Hof des Ortsverbands VS des Technischen Hilfswerks in der Max-Planck-Straße in Villingen stehen für den Transport von Geräten und Ausrüstungen zwei Anhänger. „Einer davon ist aus den sechziger Jahren“, sagt Matthias Richter, der Ortsbeauftragte. Und: „Der ist nicht nur total veraltet, sondern auch viel zu klein. Wechselbrücken statt solcher Anhänger sind die zeitgemäße Ausstattung.“

Das sind austauschbare Ladungsträger, die von einem Trägerfahrzeug unterfahren werden und an den Einsatzort gebracht und dort abgestellt werden können. Dort ist es möglich, die Ladungsträger vom Fahrzeug zu trennen und dann auf Stelzen zu stellen. Mit den Trägern werden die notwendigen Geräte transportiert oder auch Sandsäcke wie am Beginn der Überschwemmungen.

In seinem Bericht nennt Ortsbeauftragter Matthias Richter das Schadensereignis im Ahrtal eine der schlimmsten Naturkatastrophen, die Deutschland je heimgesucht hätten.

Für das Technische Hilfswerk habe die Katastrophe den größten Einsatz in seiner mehr als 70-jährigen Geschichte bedeutet mit rund 2,6 Millionen Einsatzstunden über mehrere Monate hinweg. Rund 17.000 Einsatzkräfte aus allen 668 THW-Ortsverbänden seien gefordert gewesen.

VS-Ortsverband leistet 3700 Einsatzstunden

Der Ortsverband Villingen-Schwenningen leistete mit 30 Helfern der Fachgruppe Elektroversorgung und des Fachzugs Führung und Kommunikation 3700 Einsatzstunden.

Als Matthias Richter davon erzählt, sind im Schulungsraum etliche Kameraden dabei. Der stellvertretende Ortsbeauftragte Bernd Scholl zeigt Fotos, die er mit dem Smartphone aufgenommen hat, etwa das riesige Camp mit unzähligen Mannschaftszelten für 5000 Helfer im Fahrerlager am Nürburgring.

So funktioniert der Vereinswettbewerb

Zeitweise seien bis zu 15 000 Helfer von den Hilfsorganisationen im Katastrophengebiet im Einsatz gewesen, berichtet der Ortsbeauftragte. Nach den Erfahrungen bei dem Großeinsatz im Ahrtal wundert nicht, dass den Männern aus VS besonders deutlich der Fehlbedarf im Ortsverband vor Augen geführt wurde. Man will nun die Lager- und Transportkapazitäten des THW Villingen-Schwenningen endlich ausbauen.

Diese Vereine kämpfen im großen Vereinswettbewerb um den Sieg