Seit gut einem Jahr ist das Schwarzwald-Baar-Klinikum vor allem mit seinem Standort in Donaueschingen einer der Hauptakteure der Corona-Pandemie. Wie ist die Lage aktuell? Der SÜDKURIER hat nachgefragt.

Im Dezember des vergangenen Jahres wurden über 80 Patienten wegen einer Corona-Infektion stationär im Klinikum behandelt. „Aktuell sind es 33. Vier davon sind auf der Intensivstation. Einige benötigen eine Atmungsunterstützung mithilfe einer Nasen- oder Gesichtsmaske“, sagt Sandra Adams. Sie ist die Pressesprecherin des Klinikums. Invasiv werde derzeit niemand beatmet. Mehr als die Hälfte der Patienten ist maximal 70 Jahre alt. Es gebe außerdem zwei Patienten, die im Alter zwischen 30 und 40 Jahren sind.

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Die 3200 Mitarbeiter des Klinikums seien gut ausgelastet, in Kurzarbeit waren sie laut Adams nie. Aktuell sei ausreichend Kapazität am Klinikum vorhanden. Und das ist auch notwendig, denn: „Wir sind in der dritten Welle. Wir rechnen damit, dass die Zahlen steigen“, sagt Adams weiter.

Vor einigen Monaten schaltete das Klinikum wegen der vielen Corona-Patienten in den Notfallbetrieb. Nicht notwendige Operationen wurden abgesagt beziehungsweise verschoben. Aktuell, so die Pressesprecherin, werden dagegen keine OPs wegen der Covid-19-Situation abgesagt.

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Ob das so bleibt, müsse man sehen. Derzeit sei zu erkennen, dass die Corona-Patienten jünger als während der ersten und zweiten Welle sind. Ob das mit den Impfungen der Ältesten in den Seniorenheimen zusammenhängt oder ob das an der britischen Covid-Mutante liegt, sei aber noch zu früh zu sagen.