In einer Zeit, in der über Reiserückkehrer und Corona-Tests diskutiert wird, lohnt sich ein Blick auf heimische Naturschönheiten: Die Gemeinde Immendingen bietet mit der Donauversickerung, einer Rastanlage mit Radlerzeltplatz, zwei Donau-Uferparks, dem Donaurad- und dem Premiumwanderweg viele Gelegenheiten für Abwechslung im Urlaub.

Daher ist sie auch ein ideales Ziel im Rahmen der Aktion „Auszeit daheim“, die von der Donaubergland Marketing und Tourismus GmbH beworben wird. Rechtzeitig fertig geworden ist in diesem Jahr unter anderem die Neuinszenierung der Hauptversinkungsstelle der Donau, die damit besser erlebbar wird.

Umgestaltung für 110.000 Euro

Eigentlich war dieses mit Tourismus-Mitteln geförderte 110.000-Euro-Projekt im Frühjahr noch so beendet worden, dass es genau zu Beginn der Fremdenverkehrssaison hätte genutzt werden können. Dann aber durften wochenlang gar keine Besucher mehr zu der neuen Anlage gegenüber des zweiten Donau-Uferparks kommen, weil es die Corona-Restriktionen nicht zuließen. Mittlerweile ist die frisch hergerichtete Stelle direkt an der Donau nun aber ein schöner Platz, um die Hauptversinkungsstelle unterhalb der Ziegelhütte zu beobachten.

Direkt an der Donau wurden Uferstufen gebaut. Davor befinden sich Schüttsteine im Wasser. Dadurch können Besucher näher an den Fluss kommen und das vom Sog der Schlucklöcher angezogene Wasser besser beobachten. Rechts und links dieses Zugangs ist Auwald entstanden. Von dem Platz mit den Uferstufen gelangt man über einen bepflanzten Weg zur Unterführung in der Donau.

Ein weiterer Teil des Projekts war die Neugestaltung der gegenüber gelegenen Grünanlage, die Sitzbänke und Tisch, eine Hecke, einen Schotterplatz, Beschilderung und Radständer erhielt, damit sich die Besucher dort aufhalten können. Am Rand der Grünanlage, parallel zur Güterbahnhofstraße, gibt es eine neue Bushaltebucht für Reisebusse.

Naturerlebnis trotz Gewerbegebiet

Vom neu geschaffenen Donau-Zugang sind beide Immendinger Donau-Uferparks erreichbar. Direkt gegenüber liegt der neuere der beiden Parks. Betreten kann man den Donau-Uferpark „Öhmdwiesen“ über Wege von der Güterbahnhofstraße aus. Durch die Geländemodellierungen fühlt man sich sofort abseits des rundum gelegenen Gewerbegebiets.

Ein Spaziergang durch den Donau-Uferpark „Öhmdwiesen“ vermittelt ein Stück Natur und gleichzeitig Abwechslung. Eine Seilbahn, die an die früheren Loren zum Transport des Basalts erinnert, gibt Gelegenheit zum Spielen.
Ein Spaziergang durch den Donau-Uferpark „Öhmdwiesen“ vermittelt ein Stück Natur und gleichzeitig Abwechslung. Eine Seilbahn, die an die früheren Loren zum Transport des Basalts erinnert, gibt Gelegenheit zum Spielen.

Schon am Parkeingang ist der Steg zu erkennen, der über das Wasser der Donau hinausragt und einen Blick über den Fluss eröffnet. Seitlich befindet sich die Seilbahn zum Spielen. Sie erinnert an die einstigen Loren, die beim Basaltabbau benutzt wurden. Weiter hinten auf dem Weg findet man eine Vogelbeobachtung-Wand.

Ein neuer Steg führt über den renaturierten Weisenbach. Anschließend bilden auf einer Länge von 20 Metern Sitzstufen an und Flussbausteine in der Donau den Abschluss des Parkgeländes, dessen markante Stellen durch Infotafeln erläutert werden.

Anlage bei Radlern und Wanderern beliebt

Durch die Ende 2018 fertiggestellte Unterführung unter der Güterbahnhofstraße gelangt man in den ersten Donau-Uferpark mit Wegen und Stegen am Fluss. Beliebt bei Radlern und Wanderern ist außerdem die Rastanlage Donauversickerung mit Radlerzelt-, Grill- und Spielplatz und dem Kiosk Nina‘s EssArt.

Hier führt auch der Donauradweg vorbei, und die Stelle bildet den idealen Einstieg in den 13 Kilometer langen Premiumwanderweg „Donauwelle“, der eine Rundwanderung zu Aussichtspunkten erschließt.

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