Der vierspurige Ausbau der Bundesstraße 27 zwischen Donaueschingen und Hüfingen geht zügig voran. Inzwischen ist die 630 Meter lange und mehr als sieben Meter hohe Lärmschutzwand fertiggestellt. Sie soll fortan das Hüfinger Wohngebiet „Auf Hohen“ vor dem Verkehrslärm schützen.

Stück für Stück setzen die Arbeiter entlang der Bundesstraße 27 bei Hüfingen die Teile für die neue Lärmschutzwand ein.
Stück für Stück setzen die Arbeiter entlang der Bundesstraße 27 bei Hüfingen die Teile für die neue Lärmschutzwand ein. | Bild: Regierungspräsidium Freiburg

„Ich freue mich, dass dieses umfangreiche Lärmschutzprojekt nun erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Effektiver Schallschutz ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur. Wir nutzen dazu konsequent die zur Verfügung stehenden Spielräume“, wird Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg (RP) zitiert. Der Bau der neuen Hüfinger Lärmschutzwand sei demnach insbesondere auch eine technische Herausforderung für die Ingenieure des Regierungs­präsidiums gewesen.

Belastung für Anwohner wird minimiert

„Die Maßnahme ist ein weiteres Beispiel für die Bemühungen des Landes, Verkehrslärm effektiv einzudämmen“, sagt der Landeslärmschutzbeauftragte Thomas Marwein. Und weiter: „Es ist wichtig, dass der Schallschutz beim Straßenbau aktiv mitgedacht wird. Das ist hier geschehen. Die Lärmschutzwand verhindert, dass Anwohner durch den mehrspurigen Verkehr belastet werden.“

Bild: Regierungspräsidium Freiburg

In der Mitteilung des Regierungspräsidiums wird Hüfingens Bürgermeister Michael Kollmeier so zitiert: „Es hat Geduld auf allen Seiten gebraucht, bis der technische Lärmschutz für das Baugebiet ‚Auf Hohen‘ fertiggestellt wurde. Umso mehr freue ich mich über eine Fertigstellung der Lärmschutzwand noch vor dem Winteranfang. Im Sinne des Lärmschutzes war es richtig, dass sich auch die Stadt Hüfingen finanziell engagiert hat.“

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Erst mal nur einspurig befahrbar

Wie das RP außerdem mitteilt, sind die Arbeiten an der B 27 weiter in vollem Gange. Deshalb müsse der Verkehr auf der Bundesstraße zwischen dem Knoten bei Allmendshofen und dem Anschluss an die B 31 wegen Restarbeiten an den Leitplanken, den Beschilderungen und den Fahrbahnmarkierungen ab Dienstag, 8. Dezember, einspurig auf der neuen westlichen Fahrbahn (in Richtung Hüfingen) geführt werden. Auch der Verkehr in Richtung Norden (Donaueschingen) auf der bestehenden B 27 wird nur auf einer Spur möglich sein, heißt es. Im Laufe der darauffolgenden Woche – zwischen dem 14. und 18. Dezember – soll dann der Verkehr vierspurig auf dem neu fertiggestellten Westabschnitt und auf der bestehenden Ostfahrbahn rollen, heißt es aus dem RP.

Im Zuge der Arbeiten an der Bundesstraße kommt es durchaus vor, dass der Verkehr stockt.
Im Zuge der Arbeiten an der Bundesstraße kommt es durchaus vor, dass der Verkehr stockt. | Bild: Regierungspräsidium Freiburg

Im Frühjahr 2021 werde zwischen dem Erdwall hinter der Lärmschutzwand und dem Wohngebiet ein drei Meter breiter und asphaltierter Rad- und Gehweg gebaut. Der Erdwall werde mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Gleichzeitig soll dann laut RP der vierspurige Ausbau der B 27 zwischen dem Knotenpunkt Allmendshofen und der Ausfahrt Donaueschingen Mitte fortgesetzt werden.

Die Gesamtlänge der vierspurigen Ausbaustrecke, die Ende 2021 für den Verkehr freigegeben werden soll, beträgt 4,2 Kilometer.
Die Gesamtlänge der vierspurigen Ausbaustrecke, die Ende 2021 für den Verkehr freigegeben werden soll, beträgt 4,2 Kilometer. | Bild: Regierungspräsidium Freiburg

Die Gesamtlänge der Ausbaustrecke beträgt 4,2 Kilometer und soll Ende des kommenden Jahres 2021 für den Verkehr freigegeben werden. Im Frühjahr 2022 würden dann lediglich noch die erforderlichen Wirtschaftswege gebaut und Restarbeiten durchgeführt. Diese Arbeiten hätten aber keine Auswirkungen auf den Verkehr auf der dann vierspurigen und kreuzungsfreien B 27, so das RP.

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