„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.“ So beschreibt der aus Pfohren stammende Rossini Postiglione seine Berufslaufbahn rückblickend. Heute ist er Clubmanager des Freiburger Golfclubs.

  • Erster Kontakt: Als er zwölf Jahre alt war, kam er erstmals mit dem Golfsport in Kontakt. „Der Vater einer meiner Freunde war Greenkeeper beim Öschberghof.“ So habe er Zugang zum Golfen bekommen. Auf dem Golfplatz konnte man sich als Caddie – also als Schlägerträger und Spielerbegleiter – oder Balleinsammler ein kleines Taschengeld verdienen, erinnert sich Postiglione. Karl Albrecht, der damalige Besitzer des Öschberghofs und Chef von Aldi Süd, habe damals persönlich die Weichen für Rossini und seine Freunde gestellt. „Wir mussten nur 50 D-Mark pro Jahr bezahlen.“ Er sei als Jugendlicher jeden Tag auf dem Golfplatz gewesen, berichtet der heutige Manager. „Ich war immer fleißig beim Trainieren.“ Mit der Zeit wurde er immer besser und trat der Jugendmannschaft bei.
  • Reise durch Asien: „Mit 18 Jahren machte ich dann die Ausbildung zum Golflehrer in Koblenz.“ Danach habe er eine Zeit lang Unterricht gegeben. In den 90ern war er sogar als Profispieler auf Tour. „Ich wollte unbedingt Profiturniere spielen und dachte mir, ich muss es probieren.“ Durch Europa und sogar Asien sei er gereist, um Golf zu spielen, erzählt der gebürtige Pfohrener. Finanziert habe er den Profibetrieb mit dem Geld, dass er als Golflehrer verdient hatte, und durch die Unterstützung von Sponsoren. Hier und da gewann er auch ein Turnierpreisgeld und war sogar kurzzeitig unter den besten zehn Golfern in Deutschland. „Die Fußstapfen von Bernhard Langer waren aber zu groß“, gibt Postiglione anerkennend zu. Also habe er in Starnberg seinen ursprünglichen Beruf als Golflehrer wieder aufgegriffen.
  • Golfmanager: An der Fernuniversität Hagen studierte Postiglione dann Betriebswirtschaft und machte anschließend die Ausbildung zum Golfmanager. Diesen Posten hatte der Ex-Profi dann 13 Jahre lang in Heidelberg inne, bis er zum Freiburger Golfclub wechselte. Dort hat er mittlerweile 1000 Mitglieder, elf Angestellte und ein 46 Hektar großes Gelände zu managen. „Die Sechs-Tage-Woche ist fix“, meint er. Ob Kontrolle der Gebäude, Platzpflege oder die Organisation von Golfturnieren: Er kümmere sich um alles. Im Sommer arbeite er bis zu 60 Stunden in der Woche. „Zur Winterzeit ist es dafür wieder entspannter“, versichert Postiglione.
  • Kontakt zur alten Heimat: Zu seinem Heimatort Pfohren hat Postiglione noch selten Kontakt. Er komme aber immer gerne zum Klassentreffen. „Vor fünf Jahren waren wir zusammen mit den alten Klassenkameraden am Kaiserstuhl.“, erzählt er. Sein älterer Bruder, Antonio Postiglione, hat übrigens beruflich mit demselben Sport zu tun. Er ist nämlich Golflehrer in München. Zudem sei auch er Profispieler gewesen. „Ab und an spielen wir noch gemeinsam ein paar Löcher.“, berichtet Rossini Postiglione.

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