Das Projekt Umbau ist fertig, doch das heißt im Öschberghof noch lange nicht, dass nun Stillstand eingekehrt ist. Denn das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern. „Unser Ziel ist es, jetzt sachte anzufangen, ein ganzjähriges Kulturprogramm einzuführen“, sagt Hotelchef Alexander Aisenbrey. Doch warum das Ganze? 356 Tage im Jahr ist der Öschberghof geöffnet. Golf, Bars und Restaurants, sowie Tagungen stehen auf der Angebotsliste. Doch den Gästen soll daneben noch etwas im kulturellen Bereich geboten werden. „Einmal Musiktage im Jahr ist etwas wenig“, sagt Aisenbrey.

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Start ist im November

Der Startschuss für das Kulturprogramm steht bereits fest. Im November soll es losgehen: Dann gibt der chinesische Pianist Haiou Zhang am 9. und 10. November zwei recht unterschiedliche Konzerte im Öschberghof. Der Samstagabend steht unter dem Motto „Dinner Soiree in acht Gängen“ – vier davon wird der Pianist am Klavier servieren, die anderen vier kommen auf dem Teller aus der Öschberghof-Küche. „Haiou Zhang wird in der Mitte unseres Festsaals spielen und darum werden die Tische angeordnet“, erklärt der Hotelchef. Am Sonntagnachmittag wird es dann ein in Reihe gestuhltes Konzert geben.

Im Festsaal des Öschberghofs startet mit den beiden Konzerten von Haiou Zhang das kulturelle Programm des Hotels, das auch für die Region offen steht.
Im Festsaal des Öschberghofs startet mit den beiden Konzerten von Haiou Zhang das kulturelle Programm des Hotels, das auch für die Region offen steht. | Bild: Öschberghof
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In der Region verankert sein

„Ich kenne Haiou Zhang aus Hamburg persönlich und obwohl er auf der ganzen Welt unterwegs ist, ist er ein Künstler zum Anfassen geblieben, den man nach dem Konzert beispielsweise auch an der Hotelbar treffen kann“, sagt Aisenbrey. Das kulturelle Angebot richtet sich nicht nur an die Hotelgäste, sondern auch an die Region. Denn auch nach dem Umbau sei es dem Öschberghof wichtig, in der Region verankert zu sein. „Wir arbeiten viel mit der Region zusammen“, erklärt Aisenbrey und zählt auf: das Museum Art-Plus, die Fürstenberg Brauerei, wo die Gäste Bierbraukurse belegen können oder auch das Fürstenhaus, mit dem man ein Arrangement aus Übernachtung und Besuch der Weihnachtswelt und der Weihnachtsgala anbiete.

„Der Öschberghof ist für alle da“

Und natürlich wäre die Region auch im Öschberghof willkommen: „Der Öschberghof ist für alle da. Man muss überhaupt keine Schwellenangst haben. Wir freuen uns über alle, die kommen“, so der Hotelchef. Beispielsweise in den Restaurants, bei Veranstaltungen wie dem Silvesterball, der komplett für die Region sei, oder im Spa-Bereich. „Da haben wir mittlerweile 75 Jahresabos verkauft“, sagt Aisenbrey. Und nachdem der Umbau abgeschlossen ist, sollen auch die Sponsorenturniere mit regionalen Anbietern ausgebaut werden. Ideen haben Aisenbrey und sein Team schon reichlich. Beispielsweise ein Gastro-Turnier, bei dem es verschiedene Essenstationen gibt, oder ein Golf-Turnier der Mode.

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Es geht um Wertschätzung

Was Alexander Aisenbrey aber nicht nachvollziehen kann, sind Diskussionen, dass der Öschberghof zu teuer sei. „Das ist die subjektive Betrachtung eines jeden einzelnen“, sagt er. Der Öschberghof sei nun einmal keine Dönerbude und habe 430 Mitarbeiter. „Es ist auch mit einer Wertschätzung der Mitarbeiter verbunden, die sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag mit einer großen Freundlichkeit im Einsatz sind“, so Aisenbrey. Als Gast zahle man das Gesamtpaket und für das, was der Öschberghof biete, wäre das Preis-Leistung-Niveau „super“.

Durchaus könne er nachvollziehen, wenn jemand in seiner subjektiven Bewertung zu dem Entschluss komme, dass ihm der Öschberghof zu teuer ist. „Doch das heißt ja nicht, dass man die Leistung dann gleich schlecht machen muss.“ Das beste Beispiel sei das Fine-Dining-Restaurant Ösch-Noir. „Wir haben mittlerweile viele Stammgäste aus der Region, die dankbar sind, dass es hier jetzt so eine Küche gibt“, so der Hotelchef. Gleichzeitig sieht er sich auch öfter mit der Aussage konfrontiert, dass die Region kein Ösch-Noir braucht. „So etwas ärgert mich. Nicht wegen mir persönlich, sondern wegen den Mitarbeitern.“ Denn es ging um die Wertschätzung für den Berufsstand. „Mittlerweile erwarten manche viel, aber sind nicht bereit dazu, es wertzuschätzen“, so Aisenbrey. Und schließlich sei das Ösch-Noir ja auch kein Restaurant, wo man täglich zu Mittag isst. „Dann ist es auch nichts Besonderes mehr.“ Doch der Hochzeitstag, der Firmenabschluss oder weil man sich einfach einmal etwas gönnen will – da müsste man nun nicht mehr irgendwohin fahren, sondern habe ein entsprechendes Angebot direkt vor der Haustüre.

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Es gibt noch Hausaufgaben

Auch wenn der Umbau nun abgeschlossen ist: „Wir haben noch ein paar Hausaufgeben, die wir machen müssen“, sagt der Hotelchef. Beim Personal wären mittlerweile alle Stellen besetzt, bis auf zwei, drei Vakanzen. Und auch die Bewertungen der Gäste, die den neuen Öschberghof schon besucht haben, wären durchweg positiv. Im Bereich der Logistik gebe es allerdings noch Optimierungsmöglichkeiten und auch in der Darstellung der Leistungen, die der Öschberghof nun anbiete. „Und wir müssen noch Stammkunden zurückholen, die natürlich in der Umbauphase irgendwo anders waren“, so Aisenbrey.

Bei der Belegung für dieses Jahr müsse man berücksichtigen, dass der Hotelbetrieb erst ab Mai voll aufgenommen worden sei. „Da haben wir noch etwas Arbeit.“ Doch 2020 sehe schon sehr gut aus. „Aber da wir nun doppelt so groß sind, werden wir das Belegungsniveau, das wir vor dem Umbau hatten, wohl erst 2021 erreichen.“