Rund 500 Olivenbäume hat Massimiliana zu Fürstenberg in der südlichen Toskana. Anfang Oktober steht die Olivenernte an und die Fürstin ist stets mit von der Partie und schüttelt selbst die kleinen Früchte von den Bäumen. "Die Oliven werden alle von Hand ausgelesen", erzählt sie und gerät ins Schwärmen. Früh müsste man ernten, denn dann erhalte man das beste Öl. Wer länger warte, der erhalte dann zwar mehr Öl, aber die Qualität sei längst nicht so gut.

"Wir setzen uns auf die Kisten."

Deshalb wache sie auch stets mit Argusaugen auf ihre Erträge, wenn es zum Pressen geht. "Wir setzen uns dann auf die Kisten, damit wir auch sicher sein können, dass wir wirklich das Öl von unseren Oliven erhalten", erklärt Massimiliana zu Fürstenberg. Auch sei es wichtig, dass die Oliven möglichst schnell gepresst werden. Einen Tag ernten und dann erst pressen, sei nichts. Alle vier bis fünf Stunden liefert sie die Oliven an der Presse ab, damit die Früchte auch ja nichts von ihrer Qualität verlieren. Biologischer Anbau sei natürlich auch garantiert.

Fürstliches Olivenöl gibt es erstmals bei der Weihnachtswelt

"Das ist nicht mit dem Olivenöl zu vergleichen, das es im Supermarkt gibt", sagt die Fürstin, während sie die schwarzen Flaschen im Regal einräumt. Das ehemalige Stallbüro im fürstlichen Marstall ist in diesem Jahr ganz für sie alleine reserviert. Denn erstmals werden bei der Weihnachtswelt, die vom 30. November, bis zum 2. Dezember stattfindet, Fürstenberg-Produkte verkauft. "Wir probieren das in diesem Jahr zum ersten Mal", sagt sie.

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In den Regalen ist vieles zu finden, das Massimiliana zu Fürstenberg selbst hergestellt hat – beispielsweise selbstgekochte Marmelade. "Wir legen bei der Weihnachtswelt Wert darauf, dass man Sachen kaufen kann, die man nicht überall bekommt." Und so gibt es beispielsweise Marmelade, die nicht nur aus der Schlossküche stammt, sondern auch von Massimiliana zu Fürstenberg selbst gekocht wurde. "Ich liebe das einfach. In einer Küche muss es nach Arbeit riechen", sagt sie. Der Duft von Backen sei einfach das Beste, was es gibt. Und gebacken hat sie auch: Crostata, ein Mürbteigkuchen mit Marmelade. Optisch erinnert der Kuchen an die Linzertorte, sei jedoch nicht zu vergleichen, weil er nicht so schwer sei. "Das ist in Italien unser Jeder-Tag-Kuchen", sagt die Fürstin.

100 Aussteller sind im Marstall zu finden

Außerdem gibt es im alten Stallbüro auch Büffel-Mozzarella von eigenen Büffeln, Wildschweinsalami aus der Toskana und eine Freundin hat Qualitäts-Creme beigesteuert, die aus Olivenöl und Thermalwasser besteht. Neben den Fürstenberg-Produkten werden weitere 100 Aussteller in diesem Jahr dabei sein. Seit Ende Juli ist die Weihnachtswelt bereits ausgebucht, die Warteliste ist lang und noch immer kommen weitere Anfragen. Viele Bekannte sind wieder darunter, doch auch 15 neue Aussteller werden dieses Jahr beim größten Indoor-Weihnachtsmarkt der Region ihre Waren anbieten. Denn einmal bei der Weihnachtswelt dabei zu sein, heißt nicht automatisch ein Dauerabonement für die kommenden Jahre. Der Blick richtet sich beispielsweise auch darauf, wie die Aussteller mit den Kunden umgehen. "Wenn sie nicht nett zu den Leuten sind, wollen wir sie nicht noch einmal", sagt die Fürstin.

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Das Einzugsgebiet der Besucher reicht mittlerweile weit über die Region und sogar ins Ausland. Auch außerhalb der Baar ist die Weihnachtwelt mittlerweile eine Größe, so hat bereits ein Fernsehteam im Marstall gedreht und die einmalige Atmosphäre eingefangen. Bereits am 1. Oktober hat Kerstin Tritschler mit der Dekoration begonnen. Mit Spannung wird jedes Jahr erwartet, was sie sich wieder für den Kutschengang einfallen lassen hat. Denn jedes Jahr wird er zwar weihnachtlich dekoriert, doch nie sieht er gleich aus. Für die Besucher der Weihnachtwelt gehört ´der Kutschengang wohl zum meistfotografierten Motiv der Veranstaltung. "In diesem Jahr gibt es einen unglaublichen Zauberwald", sagt Kerstin Tritschler und rückt einen alten Baum zurecht.

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