Sie waren der große Abräumer beim Vereinswettbewerb von SÜDKURIER und Sparkasse Schwarzwald-Baar. Die Kicker vom SSC Donaueschingen (Schellenberg-Sportclub) räumten 10 000 Euro Preisgeld für den ersten Platz nach Abstimmung der Leser ab, zusätzlich gab es 1000 Euro für den Social Media-Preis. Doch das Geld fiel den Kickern nicht von alleine in den Schoß. Es galt, sich mit einem Projekt zu bewerben, um mehr Trainingsflächen nutzen zu können, um den 25 Mannschaften adäquate Trainingsbedingungen zu bieten.

So berichtet der SÜDKURIER im Juli.
So berichtet der SÜDKURIER im Juli. | Bild: SÜDKURIER Medienhaus

Ist man eine ganze Weile schon zu Gange auf dem ehemaligen Kunstrasenplatz des FV Donaueschingen, ergab sich nun noch ein weiteres kleines Einod in den fürstlichen Parkanlagen. Der sogenannte ehemalige FC Donaueschingen-Platz, ein bisschen versteckt neben der Hundeschule in der Nähe des Hartplatzes der Eisstockschützen. Dieser ausgewiesene Fußballplatz lag lange Jahre im Dornröschenschlaf, aus den ihn der SSC Donaueschingen vor zwei Jahren bereits wachgeküsst hatte. Allerdings nur sehr minimalistisch. Der über 100 Jahre alte Platz lud zunächst nicht sehr zum Kicken ein, vielmehr war es eine bessere Wiese.

Der alte FC-Platz im Herzen des Schlossparks. Bild: Roger Müller
Der alte FC-Platz im Herzen des Schlossparks. Bild: Roger Müller

„Wir haben im letzten Jahr bereits etwas mit der Pflege des Platzes begonnen, allerdings lag das Hauptaugenmerk auf dem Ausforsten rund um das Gelände sowie auf dem Beseitigen des ganzen Wildwuchses“, so der Vorsitzende Kai Sauser. Doch um den Platz zukünftig wieder richtig fußballtauglich fit zu machen, bedarf es nun größerer Investitionen, denn nun steht die Rasensanierung an.

„Die Fläche muss praktisch von einer Gartenbaufirma aufgerissen werden. Dann wird das Holperfeld wieder ordentlich eingeebnet“, so Sauser. „Auch einige Nassstellen auf dem Gelände gilt es, trocken zu legen, und im Anschluss muss dann wieder neu eingesät werden. Und einem weiteren ordentlichen Trainingsplatz steht dann hoffentlich nichts mehr im Wege“.

Tore stehen schon, und gekickt werden kann auf dem alten FC-Platz auch schon. Dennoch braucht der Rasen dringend Sanierungsmassnahmen. Bild: Roger Müller
Tore stehen schon, und gekickt werden kann auf dem alten FC-Platz auch schon. Dennoch braucht der Rasen dringend Sanierungsmassnahmen. Bild: Roger Müller

Das alles jedoch gibt es nicht zum Nulltarif, für solche Arbeiten muss natürlich einiges an Geld in die Hand genommen werden, „Und da kam uns natürlich der Vereinswettbewerbsgewinn mit 10 000 Euro gerade recht. Denn wir müssen aller Voraussicht nach noch einmal die eineinhalbfache Summe drauf legen, um die Sanierungsarbeiten zu stemmen“, bilanziert der Vereinsvorsitzende.

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Das wäre dann schon der zweite Platz, den die SSCler neben dem Kunstrasenplatz im Haberfeld nutzen, und das nicht ohne Grund. Denn schon im Frühjahr gab es bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein deutliches Votum für Gespräche mit der Stadtverwaltung und dem SSC, eventuell ins Haberfeld umzuziehen. Das würde bedeuten, den Schellenbergsportplatz nebst Clubhaus aufzugeben und zukünftig im Haberfeld beheimatet zu sein. „Doch dazu müssen noch sehr detaillierte Gepräche geführt werden.

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Eines ist klar: Ein Verein in unserer Größe mit 450 Mitgliedern, darunter 350 Aktive, davon wiederrum 300 Jugendliche, braucht ein Clubhaus, und um dieses ist es wohl im Anton-Mall-Stadion nicht sehr gut bestellt. Es sind zwar Räumlichkeiten vorhanden, aber die sind mehr als sanierungsbedürftig, was natürlich weiteres Geld kosten würde“, so Kai Sauser. Zunächst jedoch gilt es, den FC-Sportplatz instand zu setzen. Dieser wird genutzt – ob man nun ins Haberfeld endgültig umzieht oder nicht.